Testbericht: CatEye GVolt50

29. Juli 2020


CatEye GVolt50

Preis: ab ca. 40 €
Beleuchtungsstärke: 50 Lux / 10 Lux gedimmt
Stromquelle: fest eingebauter Li-Ion Akku, 2200 mAh
Leuchtdauer: 3,5h / 19h je nach Leuchtstufe (geprüfte Herstellerangabe)
Gewicht: ca. 114 g mit Halterung (eigene Messung)
StVZO-Zulassung: ja

Bezugsquellen:

+ kompakte und recht leichte Lampe
+ sehr breite Ausleuchtung im mittleren Bereich
o eher mittelmäßige, recht schmale Fernausleuchtung
o Nahfeldausleuchtung recht schlecht, nur etwas Streulicht vorhanden
o sehr schmale Ausleuchtung im Übergang vom Nah- in den mittleren Bereich
ungenaue Restkapazitätsanzeige (nur Warnung bei bald leerem Akku)
Kein Nachladen im Betrieb
schlechte seitliche Sichtbarkeit
recht kleiner, fragiler Entriegelungsmechanismus an der Lampe. Erschwerte Entnahme von der Halterung und möglicherweise Haltbarkeitsprobleme

Lieferumfang

Die CatEye GVolt50 wurde nicht vom Hersteller zur Verfügung gestellt, sondern regulär im Handel erworben, um größtmögliche Unabhängigkeit und Objektivität bei meinen Tests zur bewahren.

Im Lieferumfang enthalten sind bei der GVolt50 die Lenkerhalterung, ein USB-Ladekabel und eine Bedienungsanleitung. Ein Ladegerät ist nicht dabei (es kann ein übliches USB-Ladegerät verwendet werden).

Verarbeitung und Bedienung

Die GVolt50 kommt in einem schlanken, schwarzen Kunststoffgehäuse.

Ein langer Druck auf den Schalter auf der Oberseite schaltet die Lampe ein. Ein kurzer Druck schaltet dann zwischen den beiden Leuchtstufen von 50 und 10 Lux hin- und her. Ausgeschaltet wird die Lampe wieder mit einem langen Druck auf den Schalter.

In den Schalter ist außerdem eine rote LED zur Ladestandsanzeige integriert. Diese tut leider nicht mehr, als ca. 20 min vor Laufzeitende zu warnen. Besser als nichts, aber eine etwas genauere Anzeige des Ladestandes wäre hier noch besser gewesen.

Hinten an der Lampe befindet sich unter einer Gummiabdeckung ein Micro-USB-Anschluss zum Nachladen.

Was noch auffällt ist, dass die Lampe an der Seite keinerlei Transparenz aufweist. Dies würde eine geringe Lichtabstrahlung zur Seite und damit eine bessere seitliche Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer ermöglichen.

Halterung

Die Halterung der CatEye GVolt50 erfolgt werkzeugfrei am Lenker. Das funktioniert auch recht gut, die Halterung sitzt ausreichend fest.

Nachdem eine Schraube gelockert wurde, kann der untere Teil der Halterung übrigens auch etwas seitlich verdreht werden, was bei Verwendung an nicht ganz geraden Lenkern notwendig ist.

Zur Befestigung der GVolt50 auf der Halterung wird diese auf die Halterung geschoben und rastet dort ein. Während das noch recht gut funktioniert ist ein Entfernen leider nicht mehr ganz optimal. Dazu muss ein recht kleiner, schwer erreichbarer Hebel zum Entriegeln gedrückt werden und die Lampe, die recht stramm auf der Halterung sitzt, abgezogen werden. Das ist nicht unbedingt ganz einfach und ist bei anderen Herstellern eindeutig besser gelöst.
Hinzu kommt noch, dass der Hebel zum Entriegeln eher fragil aussieht. Sollte er mal abbrechen, kann allerdings die Adapterplatte von der Lampe abgeschraubt und durch ein Ersatzteil ersetzt werden (Teilenummer 5445330).

Beurteilung der Ausleuchtung

Hier ein Foto der Ausleuchtung der CatEye GVolt50 (für mehr Ausleuchtungsfotos von Akkuscheinwerfern siehe Übersicht Akkuscheinwerfer):

(Siehe auch Aufbau und Kameraeinstellungen und Interpretation von Lichtvergleichsfotos)

Die Ausleuchtung der GVolt50 entspricht der ebenfalls schon getesteten GVolt70. Die Lichtstärke ist etwas geringer, der Unterschied ist aber nicht übermäßig groß.

Der Nahbereich bis ca. 4 m ist nur durch ein wenig Streulicht etwas ausgeleuchtet. Das ist nicht optimal, aber wenn man nicht zu viel auf sehr schlechten Wegen fährt normalerweise verschmerzbar. Weniger gut finde ich, dass auch der sich daran anschließende Bereich bis knapp 10 m vor dem Rad zwar hell, aber sehr schmal ausgeleuchtet ist. Insbesondere im Zusammenspiel mit der im mitteren Bereich sehr breiten Ausleuchtung hat man damit immer das Gefühl, dass im näheren Bereich ein Stück Ausleuchtung in der Breite fehlt, was irritierend sein kann. Der mittlere Bereich zwischen ca. 10 und 20 m ist wie gesagt sehr breit ausgeleuchtet, was nicht schlecht ist. Im Fernbereich wird die Ausleuchtung dann wiederum nur in einem sehr schmalen Bereich ausreichend hell und ist seitlich davon recht schwach.
Nicht optimal finde ich auch die eher ungleichmäßige Ausleuchtung. Im mittleren Bereich ist diese sehr hell und nimmt im Fernbereich und zu den Rändern hin stark ab. Dadurch stellt sich das Auge auf die hellsten Bereiche ein und sieht in den schlechter ausgeleuchteten Bereichen nochmals schlechter.

Außer der hohen Leuchtstufe mit 50 Lux gibt es noch eine weitere mit 10 Lux. Diese ist zur Fahrt in völliger Dunkelheit eher weniger geeignet und dürfte eher für die Stadt mit Straßenbeleuchtung geeignet sein. Wünschenswert wäre eigentlich noch eine Stufe dazwischen, so dass man noch eine akzeptable Ausleuchtung bei verlängerter Akkulaufzeit hat.

Leuchtdauer

Die Herstellerangaben zur Leuchtdauer habe ich wie immer überprüft, mit folgenden Ergebnissen:

50 Lux: 3:37 h (Herstellerangabe 3:30 h)
10 Lux: 19:09 h (Herstellerangabe: 19:00 h)

Die Herstellerangabe wurde nahezu exakt erreicht. Anzumerken ist noch, dass die Lampe nach der angegebenen Zeit wirklich abschaltet und nicht wie viele Lampen anderer Hersteller in eine niedrigere Leuchtstufe schaltet und dann noch einige Zeit weiter leuchtet. Allerdings erholt sich der Akku nach kurzer Wartezeit etwas und die Lampe leuchtet nach erneutem Einschalten nochmals einige Minuten weiter.

Laden

Die GVolt50 besitzt einen fest eingebauten Li-Ion-Akku, der über einen Micro-USB Anschluss an der Rückseite der Lampe geladen wird.

Die Ladezeit bei leerem Akku habe ich mit 4:45 h ermittelt. Das ist erfreulicherweise deutlich weniger als die Herstellerangabe von 6 h. Allerdings sollte man beachten, dass die Ladedauer auch von Ladegerät und Kabel abhängig ist und ggf. auch länger dauern kann.

Leider ist die GVolt50 im Betrieb nicht nachladbar. Sobald ein Ladekabel angeschlossen ist, schaltet sich die Lampe aus. Ein Nachladen im Betrieb mit einer Powerbank um die Leuchtdauer bei Bedarf deutlich zu verlängern ist daher nicht möglich.

Fazit

Die CatEye GVolt50 ist eine kompakte Fahrradlampe mit einer insgesamt recht hohen Lichtmenge für ihre Preisklasse. Allerdings gefällt mir die Lichtverteilung weniger. Eine sehr breite Ausleuchtung im mittleren Bereich ist zwar schön, allerdings muss man mit einer eher mittelmäßigen Nah- und Fernausleuchtung leben. Auch ist die Ausleuchtung eher ungleichmäßig mit deutlich höherer Helligkeit im Zentrum.

Gefällt einem die GVolt50 prinzipiell, sollte man auch einen Blick auf die GVolt70 werfen: diese bietet bei gleicher Lichtverteilung nochmals eine etwas höhere Helligkeit, sowie zumindest in der überarbeiteten Variante GVolt70.1 eine längere Akkulaufzeit.

Für eine gleichmäßigere Ausleuchtung und bessere Fernsicht im gleichen Preisbereich ist die Sigma Sport Aura 60 eine Option. Allerdings muss man bei dieser auf die besonders breite Ausleuchtung im mittleren Bereich verzichten.

Bezugsquellen:

weitere Testberichte...

findest du verlinkt auf den Übersichtsseiten: Sowie in der Übersicht zu Tests von Fahrradbeleuchtung.

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