Testbericht: CatEye GVolt25

10. Juli 2020


CatEye GVolt25

Preis: ab ca. 25 €
Beleuchtungsstärke: 25 Lux / 10 Lux gedimmt
Stromquelle: fest eingebauter Li-Ion Akku, 800 mAh
Leuchtdauer: 2:45 h / 6:30 h je nach Leuchtstufe (eigene Messung, Herstellerangabe 3:00 h / 6:30 h)
Gewicht: ca. 80 g mit Halterung (eigene Messung)
StVZO-Zulassung: ja

Bezugsquellen:

+ recht breite Nahfeldausleuchtung ab kurz vor dem Rad
+ klein und leicht
+ günstig
o mittelmäßige Fernausleuchtung, für diesen Preisbereich ok
relativ schmale Ausleuchtung
ungenaue Restkapazitätsanzeige (nur Warnung bei bald leerem Akku)
Kein Nachladen im Betrieb
Blendungsgefahr durch sehr viel Streulicht nach oben
schlecht zu sehen von der Seite
recht kleiner, fragiler Entriegelungsmechanismus an der Lampe. Erschwerte Entnahme von der Halterung und möglicherweise Haltbarkeitsprobleme

Lieferumfang

Erworben habe ich die CatEye GVolt25 regulär im Handel, um eine Beeinflussung durch kostenlose Testexemplare zu vermeiden.

Die CatEye GVolt25 wird mit einem kurzen Micro-USB Ladekabel, einer Lenkerhalterung und einer knappen Bedienungsanleitung geliefert. Ein Ladegerät ist nicht dabei, es kann ein handelsübliches USB-Ladegerät verwendet werden.

Verarbeitung und Bedienung

Die CatEye GVolt25 kommt in einem einfachen, schwarzen Kunststoffgehäuse. Dieses ist schon klein und kompakt.

Auf der Oberseite befindet sich ein Schalter, auf den ein langer Druck die Lampe einschaltet. So wird ein versehentliches Einschalten effektiv vermieden. Ein weiterer Druck auf den Schalter schaltet dann die zwei Leuchtmodi (25 und 10 Lux) durch.

In den Schalter integriert ist auch eine rote LED zur Ladestandsanzeige. Ca. 20 min bevor der Akku leer ist, beginnt diese zu leuchten. Immerhin ist so eine Warnung vor bald leerem Akku realisiert. Eine genauere Ladestandsanzeige wäre besser, ist angesichts des geringen Preises der Lampe aber auch nicht unbedingt zu erwarten.

Hinten befindet sich unter einer Gummiabdeckung ein Micro-USB-Anschluss zum Laden der Lampe.

Halterung

Die Halterung der CatEye GVolt25 wird ohne Werkzeug am Lenker befestigt, was recht gut gelingt. Die Halterung hält ordentlich am Lenker fest. Nach Lockern einer Schraube kann der obere Teil der Halterung auch etwas seitlich verdreht werden, so dass eine Ausrichtung nach vorn auch an nicht geraden Lenkern möglich ist.
Die Lampe wird dann von vorne auf die Halterung geschoben und rastet dort ein. Zum Entfernen wird ein Hebel an der Vorderseite der Lampe nach oben gezogen und diese wieder nach vorn abgezogen. Hier muss es leider etwas Kritik geben: der Hebel ist recht klein und zumindest mit Handschuhen ist ein Entfernen der Lampe nicht ganz einfach. Vor allem aber habe ich Bedenken bezüglich der langfristigen Haltbarkeit. Wäre der Hebel an der Halterung angebracht, wäre das noch verschmerzbar, dann müsste man bei Defekt nur eine neue Halterung kaufen. So aber ist die Lampe unbrauchbar, sollte der Hebel zur Entriegelung abbrechen.

Beurteilung der Ausleuchtung

Hier ein Foto der Ausleuchtung der CatEye GVolt25 (für mehr Ausleuchtungsfotos von Akkuscheinwerfern siehe Übersicht Akkuscheinwerfer):

(Siehe auch Aufbau, Kameraeinstellungen etc. und Interpretation von Lichtvergleichsfotos)

Der Nahbereich ist recht gut ausgeleuchtet und für einen Fahrradscheinwerfer dieser Preisklasse auch sehr breit. Darüber hinaus ist der Lichtkegel eher schmal und nicht übermäßig weitreichend. Aber zumindest ausreichend für eine vernünftige Fahrt in absoluter Dunkelheit.

Auffällig ist noch, dass die GVolt25 sehr viel Licht nach oben abstrahlt (Auf dem Ausleuchtungsfoto nicht erkennbar). Dadurch blendet die Lampe den Gegenverkehr verhältnismäßig stark. Dadurch, dass die Leuchtkraft recht moderat ist, hält sich das noch einigermaßen in Grenzen, zumindest erfüllt die GVolt25 die Anforderungen der StVZO. Optimal ist die Lichtverteilung aber definitiv nicht – dass es besser geht zeigen andere Hersteller, auch im unteren Preisbereich.

Leuchtdauer

Auf hoher Leuchtstufe konnte ich eine Leuchtdauer von ca. 2:45 h erreichen. Das ist etwas weniger als die Herstellerangabe von 3 h, aber sicher gibt es hier auch eine gewisse Serienstreuung.

In der niedrigen Leichtstufe wurde die Herstellerangabe von ca. 6:30 h dagegen erreicht.

Laden

Geladen wird der fest eingebaute Li-Ion-Akku der GVolt25 über einen Micro-USB-Anschluss an der Rückseite. Dieser ist mit einer Gummikappe abgedeckt, um bei Regen ein Eindringen von Wasser zu verhindern.

Die Ladezeit bei komplett leerem Akku beträgt dabei moderate 2 Stunden, weniger als die Herstellerangabe von 3 Stunden.

Leider ist ein Laden bei eingeschalteter Lampe nicht möglich. Sobald ein Ladekabel angeschlossen wird, schaltet sich die Lampe aus. Damit ist ein Nachladen unterwegs im laufenden Betrieb mit einer Powerbank* leider nicht möglich.

Fazit

Die Liste der Kritikpunkte für die CatEye GVolt25 ist recht lang. Keiner dieser Punkte muss jedoch ein zwingender Grund sein, der gegen die Lampe spricht. Vielmehr bietet die GVolt25 gemessen an ihrem recht geringen Preis eine ganz passable Ausleuchtung. Klar sollte allerdings auch sein, dass sie lichttechnisch in der unteren Liga spielt und man für mehr Licht auch mehr ausgeben muss – wobei der Aufpreis teilweise recht gering ist. In der Übersicht Akkuscheinwerfer finden sich eine Reihe Alternativen.

Bezugsquellen:

weitere Testberichte...

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