Testbericht: Busch & Müller Toplight View Permanent

1. März 2021


Busch & Müller Toplight View Permanent

Lichtstrom 7,3 Lumen (eigene Messung)
Leuchtdauer 20h (Herstellerangabe, in der Praxis je nach verwendeten Akkus/Batterien sehr unterschiedlich)
Akkus 2x AAA-Akku /Batterie
Gewicht 60 g / 83 g (ohne / mit Akkus, eigene Messung)
Befestigung Gepäckträger, variabel für 50 und 80 mm Bolzenabstand
Preis ab ca. 15 €

Bezugsquellen:

Vorteile:
+ gut sichtbar
+ flächige Lichtverteilung, nicht nur Punktlichtquelle
+ günstiger Preis

Nachteile
eher einfache Verarbeitung
kein Diebstahlschutz, lässt sich ohne Werkzeug abnehmen
Einclipsen in die Halterung etwas schwierig
Helligkeit nimmt bei sich leerendem Akku deutlich ab

Fazit
Das Toplight View Permanent ist ein relativ helles und gut sichtbares Akku-Rücklicht. Durch die Lichtabstrahlung über eine größere Fläche ist es gut zu sehen, ohne dabei stark zu blenden, auch sollte dadurch die Entfernung besser einschätzbar sein. Dass die Helligkeit über die Leuchtdauer hinweg relativ stark abnimmt, ist ein gewisser Nachteil. Auch ist das Toplight View Permanent eher einfach verarbeitet, was für den geringen Preis aber nicht überraschend ist.

Das Busch & Müller Toplight View Permanent habe ich für den Test gekauft und selbst bezahlt.

Lieferumfang

Mitgeliefert werden zum Busch & Müller Toplight View Permanent zwei Schrauben inklusive Unterlegscheiben und Muttern zur Befestigung am Gepäckträger. Außerdem sind zwei passende AAA/Micro-Batterien dabei. Eine knappe Bedienungsanleitung (viel gibt es nicht zu sagen) ist auf der Verpackung aufgedruckt.

Aussehen und Bedienung

Das Toplight View Permanent besteht aus einem Kunststoffgehäuse. Vorn ist ein roter Rückstrahler über die gesamte Breite integriert. Ober- und unterhalb davon befindet sich jeweils eine LED, deren Licht jeweils in einem Streifen verteilt wird.

Die Rückseite des Rücklichtes besteht aus einer schwarzen Kunststoffschale, in die das Toplight View eingeclipst ist. Unter der Kunststoffschale befinden sich die 2 AAA/Micro-Batterien bzw. Akkus.

In der Rückseite sind je zwei Befestigungslöcher in 50 und 80 mm Abstand vorgestanzt. Diese müssen dann noch im passenden Abstand mit einem Schraubenzieher durchstoßen werden. Dann wird die Rückseite mit den beiliegenden Schrauben und Muttern am Gepäckträger befestigt. Das Einclipsen des Rücklichtes in die Rückseite funktioniert leider nicht ganz einfach. Am besten geht es, wenn man erst die obere Seite in das Gehäuse drückt und dann die untere Seite. Man sollte hierbei aufpassen, dass es auch wirklich einrastet, sonst dürfte ein Verlieren vorprogrammiert sein.

Bei der Art der Befestigung sollte man auch bedenken, dass diese keinen Diebstahlschutz bietet, da sich das Rücklicht einfach werkzeugfrei aus der Halterung entfernen lässt. Das ist zwar bei Akkurücklichtern die Regel, aber bei am Gepäckträger angeschraubten Exemplaren würde man einen Diebstahlschutz vielleicht eher erwarten. Auf der anderen Seite sieht das Toplight View Permanent zumindest so aus, als ob es fest montiert ist, in sofern ist vielleicht doch ein geringer Diebstahlschutz sichersgestellt.

Ein- und Ausgeschaltet wird das Toplight View Permanent mit einem kleinen Taster an der Unterseite. Oben ist eine grüne LED zur Anzeige des Akkustands integriert. Solange die Spannung der zwei AAA-Zellen größer als ca. 2,4 V ist, leuchet sie grün, danach erlischt sie.

Beurteilung der Sichtbarkeit

Hier Fotos des Busch & Müller Toplight View Permanent bei völliger Dunkelheit. Die Fotos sind vor allem dafür geeignet, die Form der Lichtabstrahlung einzuschätzen. Weder geben sie zwangsläufig den korrekten Eindruck der Helligkeit wieder, noch sind sie besonders gut dafür geeignet, die Helligkeit mit anderen Rücklichtern zu vergleichen (dafür sind Messungen des Lichtstromes in Lumen besser geeignet). Siehe auch Aufbau und Kameraeinstellungen.


Sichtbarkeit: vorn, schräg (45°) und seitlich

Das Licht wird vom Toplight View von einer recht großen Fläche abgestrahlt. Oben und unten entsteht durch die LEDs jeweils eine Punktlichtquelle, aber auch ein deutlich sichtbarer Leuchtstreifen. Aber auch von der restlichen Oberfläche des Rücklichtes wird etwas Licht abgestrahlt. Das ermöglicht eine recht gute Sichtbarkeit, ohne übermäßig stark zu blenden. Außerdem soll die flächige Lichtabstrahlung eine bessere Einschätzung der Entfernung ermöglichen.

Den Lichtstrom des Toplight View Permanent habe ich mit 7,3 Lumen gemessen. Das ist durchaus kein schlechter Wert. Allerdings ist der Lichtstrom des Toplight View ungewöhnlich stark spannungsabhängig. Der genannte Wert wurde mit voll geladenen NiMH-Akkus gemessen. Hier ein paar weitere Messwerte, um einen Eindruck von der Spannungsabhängigkeit zu erhalten:

Spannung Lichtstrom Bemerkung
3,03 V 7,9 lm volle Batterien
2,94 V 7,3 lm Eneloops voll
2,65 V 5,3 lm
2,42 V 3,7 lm Akkustands-LED gerade erloschen
2,13 V 2,1 lm

Die Wandprojektion zeigt, in welche Richtung das Licht abgestrahlt wird. Das Toplight View Permanent verteilt das Licht recht breitflächig. Das verhindert trotz des eher hohen Lichtstroms eine besonders gute Sichtbarkeit in der direkten Draufsicht (wobei die Sichtbarkeit schon recht gut ist). Auf der anderen Seite wird so aber auch eine gute Sichtbarkeit bei Abweichung von der Horizontalen und aus einem seitlichen Winkel sichergestellt.

Busch & Müller Toplight View Permanent - Wandprojektion
Wandprojektion des Toplight View Permanent

Leuchtdauer

Die Leuchtdauer des Toplight View Permanent habe ich mit Eneloops von Panasonic gemessen. Diese NiMH-Akkus zeichnen sich durch sehr hohe Lebensdauer, etwas höhere Spannung als andere, aber auch eine etwas geringere Kapazität (750 mAh) aus.

Damit schaltete die grüne Akkustands-LED nach 11:43 h ab. Dieses Abschalten erfolgte bei rund 1,2 V Zellspannung. Danach leuchtete das Rücklicht allerdings weiter, wenn auch mit deutlich verminderter Intensität (mehr dazu weiter oben). Nach insgesamt 21:35 h sank die Zellspannung unter 1 V. Ab solche Spannungen sollte man NiMH-Akkus nach Möglichkeit auch nicht weiter entladen, um eine Tiefentladung und damit einhergehende Zellschädigung zu vermeiden.

Wird nun also die Herstellerangabe von 20 h erreicht? Das kann man so genau nicht sagen. Mit den von mir verwendeten Akkus nur, wenn man das Rücklicht deutlich über das Erlöschen der Akkustands-LED hinaus weiterbetreibt und dabei deutliche Helligkeitseinbußen inkauf nimmt. Mit Akkus oder Batterien mit höherer Kapazität dürften im Optimalfall aber auch 20 h Laufzeit bis zum Erlöschen der Akkustands-LED möglich sein.

Fazit

Das Toplight View Permanent ist ein relativ helles und gut sichtbares Akku-Rücklicht. Durch die Lichtabstrahlung über eine größere Fläche ist es gut zu sehen, ohne dabei stark zu blenden, auch sollte dadurch die Entfernung besser einschätzbar sein. Dass die Helligkeit über die Leuchtdauer hinweg relativ stark abnimmt, ist ein gewisser Nachteil. Auch ist das Toplight View Permanent eher einfach verarbeitet, was für den geringen Preis aber nicht überraschend ist.

Bezugsquellen:

Eine mögliche Alternative, wenn man ein am Gepäckträger montiertes Akku-Rücklicht sucht, könnte das Toplight Line Permanent bzw. Senso sein. Dieses ist teurer, aber auch etwas besser verarbeitet. Allerdings ist die Sichtbarkeit, vor allem bei Abweichung nach oben oder unten, nicht ganz so gut.
Bei an der Sattelstange montierten Exemplaren hilft auch meine Test-Übersicht von Akkurücklichtern weiter.

weitere Testberichte...

findest du verlinkt auf den Übersichtsseiten:

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