Testbericht: Busch & Müller Briq-S E Premium

13. Februar 2026

Busch & Müller Briq-S E Premium

Kategorie: E-Bike-Scheinwerfer

(Messwerte, außer wenn anders angegeben)
Lichtstrom 420 lm
Beleuchtungsstärke 145 lx
Beleuchtungsstärke
(Herstellerangabe)
110 lx
Leistungsaufnahme 4,6 W
Gewicht 111 g mit Kabel und Halter
StVZO-Zulassung ja

Bezugsquellen:

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Briq-S E (günstiger, gleiche Lichtverteilung, aber etwas schwächer): Anzeige: Amazon, Rose

Vorteile:
+ gute Lichtverteilung
+ gute Fernsicht
+ breite Ausleuchtung direkt vor dem Rad
+ günstig

Nachteile:
recht einfaches Kunststoffgehäuse
Ausleuchtung eher schmal

Fazit:
Der Briq-S E Premium ist ein günstiger E-Bike-Scheinwerfer im schlichten Gehäuse. Mit Modellen aus dem oberen Preissegment kann er zwar nicht mithalten, bietet aber – gemessen an seinem Preis – eine hohe Lichtleistung und eine insgesamt gute Lichtverteilung.
Allzu große Erwartungen sollte man dennoch nicht haben: Der Unterschied zum sehr ähnlichen Briq-S E ohne „Premium“ fällt eher gering aus. Die Lichtverteilung ist identisch, lediglich die Helligkeit (geschätzt 50% mehr) ist bei der Premium-Variante etwas höher. Der Unterschied ist im direkten Vergleich sichtbar, aber keinesfalls sehr deutlich.
Wer also konsequent sparen möchte, kann durchaus auch zur günstigeren Version greifen.

Transparenzhinweis: Der Busch & Müller Briq-S E Premium wurde mir für den Test vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vorgaben für den Inhalt des Tests gab es nicht.

Der Briq-S E Premium ist eine stärkere Variante des Briq-S E. Er ist etwas teurer, bietet aber auch etwas mehr Licht. Neben diesen E-Bike-Varianten für Gleichspannung gibt es auch eine Dynamoversion: den Briq-S T senso plus

Aussehen und Bedienung

Busch & Müller Briq-S E Premium hat ein einfaches Kunststoffgehäuse. Es erfüllt seinen Zweck, mehr aber auch nicht. Das Gehäuse entspricht weitgehend dem des günstigeren Briq-S E und der Dynamoversion des Briq-S.

Der auffällige Unterschied zur günstigeren Variante: in die Oberseite ist ein Kühlkörper aus Aluminium integriert, welcher die LED besser kühlt als bei der leistungsschwächeren Variante des Briq-S.

Hinten ist ein Helligkeitssensor zu sehen, der das Umschalten zwischen Tagfahrlicht und Abblendlicht steuert. Bei der Dynamoversion ist an dieser Stelle auch ein Schalter integriert. Dieser fehlt den E-Bike-Varianten des Briq-S, sie lassen sich nur über die Bedieneinheit des E-Bikes schalten.

Oben im Gehäuse ist die LED zu sehen, deren Licht über den Reflektor nach vorn verteilt wird. Oberhalb des Hauptscheinwerfers sind 4 Tagfahrlicht-LEDs zu sehen. Nachts leuchten diese nur leicht gedimmt. Tags werden sie heller, der Hauptscheinwerfer wird dann etwas abgedimmt.

Die Tagfahrlicht-LEDs gehören nicht zu den hellsten. Sie sind am Tag aber trotzdem einiges besser zu sehen als der abgeblendete Hauptscheinwerfer.
Einen Helligkeitsunterschied der Tagfahrlicht-LEDs zwischen dem Briq-S E Premium und der Dynamoversion des Briq-S konnte ich nicht feststellen. Beim Briq-S E wird das also vermutlich ebenso sein.

Unten am Scheinwerfer ist ein Rückstrahler angebracht. Dieser kann aber auch abgenommen werden.

Der Halter ist für Gabelmontage vorgesehen. Einen Lenkerhalter, der mit dem Briq-S funktioniert, hat Busch & Müller aber auch im Angebot. Auch wenn dieser im Vergleich zum Scheinwerfer fast unerhört teuer ist…

Der Stromanschluss des Briq-S ist als Doppelkabel mit zusätzlicher Ummantelung ausgeführt. Zumindest der Dynamoversion fehlt diese zusätzliche Ummantelung, also nochmal ein kleines Plus für die Premium-Version des Briq-S.

Das schwarz-weiße Kabel ist übrigens bei Busch & Müller durchweg der Pluspol, das schwarze Kabel der Minuspol. Also genau anders herum, als man das eigentlich gewohnt ist…

Lichtverteilung

Hier ein Foto der Ausleuchtung der Busch & Müller Briq-S E Premium. Siehe auch Aufbau und Kameraeinstellungen. Für mehr Ausleuchtungsfotos von E-Bike-Scheinwerfern siehe Übersicht E-Bike-Scheinwerfer.

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Die Lichtverteilung des Briq-S E Premium ist die gleiche, wie auch bei der Dynamoversion. Die Lichtstärke ist aber etwas höher. Hier ein Foto der Dynamoversion des Briq-S bei 20 km/h.

Öffnet die beiden Bilder einfach in einem neuen Tab, damit ihr besser vergleichen könnt. Die schwächere E-Bike-Variante dürfte in etwa der Dynamoversion entsprechen (vermutlich nochmal minimal schwächer als diese bei 20 km/h). Der Unterschied zwischen beiden ist wirklich nicht groß. Auch in der Praxis hatte ich diesen Eindruck. Die Premium-Version des Briq-S ist schon etwas heller und im direkten Vergleich sieht man diesen Unterschied auch. Allzu gravierend ist der Unterschied jedoch nicht.

Trotzdem ist der Briq-S Premium nicht schlecht. Er bietet die gleiche gute Ausleuchtung, wie die günstigere Variante auch. Ein gleichmäßiges Lichtfeld, welches zum Rand hin angenehm weich ausläuft. Auch die Fernsicht ist gut. Die Schwäche manch anderer Scheinwerfer, die viel Licht in den Nahbereich werfen und zu wenig in den Fernbereich, hat der Briq-S nicht.
Allzu breit ist die Ausleuchtung allerdings nicht. Hier merkt man schon, dass man einen eher günstigen Scheinwerfer fährt.

Auch die im Nahfeld schon einigermaßen breite Ausleuchtung ist sehr angenehm. Hier noch ein Foto etwas tiefer, auf dem man den Nahbereich besser sieht:

Spannungs- und Leistungsanforderungen

Der Briq-S E Premium ist für 12 V Lichtausgänge gedacht, 6 V Lichtausgänge sind nicht ausreichend. Genauer gibt der Hersteller 9 – 15 V Eingangsspannung an, genauso wie beim schwächeren Briq-S E auch.
Selbst habe ich unter 8,5 V Eingangsspannung eine Reduktion der Leuchtstärke feststellen können. Bei den vom Hersteller angegebenen 9 V Minimalspannung scheint also noch ein kleiner Sicherheitspuffer vorhanden.

Auch genug Leistung muss der Lichtanschluss des E-Bikes verkraften. Busch & Müller gibt hier auf der Webseite 5 W an, auf dem Scheinwerfer selbst sind 4,8 W angegeben. Selbst habe ich 4,6 W Leistungsaufnahme gemessen (konstant, unabhängig von der Eingangsspannung).
Die Leistungsaufnahme mit Tagfahrlicht bleibt übrigens konstant. Die Tagfahrlicht-LEDs benötigen etwas zusätzlichen Strom, der Hauptscheinwerfer wird dafür etwas abgedimmt.

4,6 W Leistungsaufnahme sind einigermaßen moderat und dürften die meisten Lichtanschlüsse nicht vor Probleme stellen.
Der schwächere Briq-S E ist vom Hersteller übrigens mit 3,2 W angegeben.

Lux-Messung

Der Lux-Wert gibt die maximale Helligkeit im Lichtkegel an. Dieser fällt in den Fernbereich, deshalb beschreibt der Luxwert insbesondere, wie gut die Fernsicht einer Lampe ist.

Hier mein gemessener Luxwert im Vergleich zur Herstellerangabe, gemessen in 10 m Entfernung am hellsten Punkt des Lichtkegels. Meine Messung erfolgte ca. 30 Sekunden nach dem Einschalten der Lampe.

Beleuchtungsstärke
Herstellerangabe 110 lx
eigene Messung 145 lx

Wie auch schon bei der Dynamoversion habe ich deutlich mehr Lux gemessen, als vom Hersteller angegeben. Allerdings ist der Unterschied zur Herstellerangabe hier nicht ganz so groß (+ 32%) wie bei der Dynamoversion (110 lx bei 20 km/h, Herstellerangabe 60 lx, +83 %).

Laut meiner Messung ist die Premium-Version des Briq-S also 32% heller als die Dynamoversion bei 20 km/h. Das bestätigt meinen Eindruck zur sich nur wenig unterscheidenden Helligkeit. 32% hört sich erstmal nicht wenig an, ist in der Praxis aber nur ein eher kleiner Unterschied.

Absolut ist der Lux-Wert des Briq-S Premium für eine Lampe dieser Preisklasse recht hoch. Entsprechend wundert mich die gute Fernsicht die mir aufgefallen war nicht.

Lumen-Messung

Der Lichtstrom gemessen in Lumen gibt an, wie viel Licht eine Lampe insgesamt erzeugt. Nicht wie der Lux-Wert nur die Helligkeit am hellsten Punkt.

Den Lumenwert messe ich mit einer selbstgebauten Ulbrichtkugel. Eine Messung des Lichtstroms unterliegt generell relativ großen Ungenauigkeiten, selbst mit sehr teurem Equipment. Für mein selbstgebautes Equipment trifft das erst recht zu. Trotzdem dürfte mein Messwert geeignet sein, den gesamten Lichtoutput verschiedener Lampen zu vergleichen. Denn Lumen-Werte geben leider viele Hersteller nicht an.

Gemessen habe ich 420 Lumen. Ein Wert, der zwar kein Spitzenwert ist, aber für eine Lampe dieser Preisklasse doch recht hoch.
Beim Briq-S für Dynamo waren es übrigens 320 Lumen bei 20 km/h (E Premium 31 % mehr als Dynamoversion). Also der gleiche Unterschied wie zwischen den gemessenen Lux-Werten. Bei gleicher Lichtverteilung wenig überraschend.

Fazit

Der Briq-S E Premium ist ein günstiger E-Bike-Scheinwerfer im schlichten Gehäuse. Mit Modellen aus dem oberen Preissegment kann er zwar nicht mithalten, bietet aber – gemessen an seinem Preis – eine hohe Lichtleistung und eine insgesamt gute Lichtverteilung.
Allzu große Erwartungen sollte man dennoch nicht haben: Der Unterschied zum sehr ähnlichen Briq-S E ohne „Premium“ fällt eher gering aus. Die Lichtverteilung ist identisch, lediglich die Helligkeit (geschätzt 50% mehr) ist bei der Premium-Variante etwas höher. Der Unterschied ist im direkten Vergleich sichtbar, aber keinesfalls sehr deutlich.
Wer also konsequent sparen möchte, kann durchaus auch zur günstigeren Version greifen.

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Hier ein Video-Testbericht zum Busch & Müller Briq-S E Premium auf meinem Youtube-Kanal:

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