Lupine Rotlicht Pro (StVZO-Version)
Kategorie: Akku-Rücklichter
Bezugsquellen:
Vorteile:
+ gute Verarbeitung
+ gleichmäßige flächige Lichtverteilung
+ tauschbarer Akku
+ guter und schneller Lupine-Reparaturservice
Nachteile:
– teuer
– niedrige Leuchtstufe eher dunkel
– hohe Leuchtstufe nur 2 h Laufzeit
Fazit:
Das Lupine Rotlicht Pro schafft eine außergewöhnlich gleichmäßige Lichtverteilung über die gesamte Leuchtfläche. Auch die stabile Verarbeitung, der tauschbare Akku und der schnelle Reparaturservice von Lupine sind Pluspunkte. Leider ist die Leuchtkraft in der niedrigen Stufe eher gering. Die gut sichtbare hohe Stufe leuchtet mit 2 Stunden dagegen recht kurz. Die separat erhältliche rote Abdeckung erhöht die Leuchtkraft, über diese sollte man beim Kauf unbedingt nachdenken.
Transparenzhinweis: Das Lupine Rotlicht Pro habe ich mir für den Test gekauft und selbst bezahlt.
Das Rotlicht Pro ist der Nachfolger des schon seit vielen Jahren hergestellten Rotlicht von Lupine. Dieses Akkurücklicht war vor allem aufgrund seiner langen Akkulaufzeit beliebt. Das Rotlicht Pro löst das alte Rotlicht nun ab und soll für noch bessere Sichtbarkeit sorgen.
Verpackung
Die Verpackung des Rotlicht Pro ist eine eher dünne Pappbox. Die Verpackung kommt ohne Kunststoff aus. Von anderen Lupine-Produkten kenne ich eher sehr hochwertig anmutende Pappverpackungen aus dickerem Material. In sofern ist die Verpackung des Rotlicht Pro doch eher enttäuschend. Wer die Verpackung aber nicht in die Vitrine stellen will, sondern sie ohnehin nur entsorgt, hat dadurch keinen Nachteil.
Gehäuse und Bedienung
Das Gehäuse ist Lupine-typisch aus Aluminium und sehr wertig gefertigt. Oben eine Abdeckung aus grauem, halbdurchlässigem Kunststoff. Vorn befindet sich auch ein Taster. Mit einem Doppelklick wird das Rücklicht eingeschaltet, mit einfachem Klick wird zwischen der niedrigen und der hohen Leuchtstufe umgeschaltet. Mit langem Druck wieder ausgeschaltet.
Auf der Rückseite ist auf dem Alugehäuse ein Kunststoffteil zur Befestigung mit Gummibändern (zwei Längen im Lieferumfang) angeschraubt.
Hier gibt es immer mal wieder Beschwerden, dass man so ein teures Rücklicht doch nicht mit billigen Gummibändern befestigen könne. Auf der anderen Seite hat diese Befestigungsart aber auch ihre Vorzüge: sie ist unkompliziert und am Rad bleibt kein Halter zurück, wenn man das Rücklicht mal nicht verwendet. Auch können die Gummibänder leicht ersetzt und nachgekauft werden.
Zusätzlich gibt es aber auch einen Sattelstrebenhalter zu kaufen. Für diesen wird das Rückteil des Rücklichts getauscht, der Sattelstrebenhalter wird am Rad befestigt. Diesen habe ich allerdings nicht getestet, kann also nichts weiter dazu sagen.
Auf der Rückseite unter einer Gummiabdeckung ein USB-C Ladeanschluss. Über diesen wird der interne Akku (3,7 V / 840 mAh) nachgeladen. Der maximale Ladestrom betrug 800 mA, in ca. 1,5 Stunden war das Rücklicht komplett geladen (Herstellerangabe 2 Stunden).
Das Rotlicht Pro lässt sich auch im eingeschalteten Zustand laden. Allerdings muss das Ladekabel eingesteckt werden, wenn es schon leuchtet. Wird erst das Ladekabel angesteckt, lässt es sich nicht mehr einschalten.
USB-C auf USB-C Ladekabel funktionieren übrigens ebenfalls, hier gibt es beim Laden sonst manchmal Probleme, die man bei USB-A auf USB-C Kabel nicht hat.
Der interne Akku kann übrigens günstig bei Lupine nachgekauft werden und nach Aufschrauben des Gehäuses selbst getauscht werden. Das Rotlicht Pro ist kein Wegwerfprodukt wie die meisten anderen Rücklichter.
Nach Entfernen von vier Schrauben lässt sich das Oberteil des Rotlicht Pro abnehmen. Darunter sieht man die Platine mit 22 LEDs. Unter der Platine ist der Akku platziert, der mit einem Steckverbinder angesteckt ist und sich leicht tauschen lässt.
Features und Einstellungen
Das Rotlicht Pro besitzt ein Bremslicht. Wird vom eingebauten Beschleunigungssensor ein Bremsvorgang erkannt, wird die Helligkeit für kurze Zeit erhöht.Die Helligkeit des Bremslichts ist dabei in niedriger und hoher Leuchtstufe gleich (Leistungsaufnahme Bremslicht: 3 W, hohe Leuchtstufe: 1,5 W, niedrige Leuchtstufe: 0,3 W). Von der niedrigen Leuchtstufe hebt sich das Bremslicht in der Helligkeit deutlich ab. Der Unterschied zur hohen Leuchtstufe könnte gerne noch etwas größer sein.
Bei ersten Tests hatte ich den Eindruck, dass das Bremslicht eher wenig empfindlich ist und nur bei starken Bremsungen auslöst. Die Empfindlichkeit hier richtig zu treffen ist nicht so leicht: ein zu unempfindliches Bremslicht spricht nur bei Vollbremsungen an, ein zu empfindliches dagegen löst teils schon bei Fahrbahnunebenheiten aus.
Die Empfindlichkeit des Bremslichts lässt sich leider nicht einstellen, was beim alten Rotlicht möglich war.
Außerdem hat das Rotlicht Pro einen Umgebungslichtsensor. Dieser ist im Auslieferungszustand deaktiviert. Aktiviert man ihn, beginnt das Rücklicht automatisch zu leuchten, sobald es dunkel wird.
Ein weiteres Feature, was bisher nirgendwo dokumentiert ist, auch nicht in der Anleitung, ist die automatische Abschaltung. Nach ca. 10 Minuten Stillstand schaltet sich das Rücklicht ab. Praktisch, wenn man vergisst das Rücklicht auszuschalten. Allerdings muss man auch daran denken, es nach einem längeren Stopp wieder einzuschalten.
Deaktivieren lässt sich die automatische Abschaltung nicht.
Auch gewissermaßen ein Feature ist die Anzeige des Ladestandes. Beim Ein- und Ausschalten des Rotlicht Pro wird dieser zum Einen durch eine LED oben angezeigt (grün, grün blinkend, rot, rot blinkend). Außerdem leuchtet ein Teil der äußeren Leuchtfläche je nach Ladestand. So ist man hinreichend genau über den Ladestand informiert.
Programmierung des Rotlicht Pro:
Taster für ca. 4 Sekunden drücken. Dann weiter gedrückt halten und nach der gewünschten Anzahl Aufleuchten loslassen:
1x aufleuchten: Lichtsensor an/aus
2x aufleuchten: Bremslicht an/aus
3x aufleuchten: Einschalten per Doppelklick/Einzelklick
4x aufleuchten: keine Funktion
5x aufleuchten: Zurücksetzen auf Werkseinstellungen
Sichtbarkeit
Das Rotlicht Pro zeichnet sich durch eine schöne flächige Lichtverteilung aus. Unten am Taster wird diese etwas gestört. Trotzdem: so gut habe ich das bisher bei keinem anderen Rücklicht gesehen.
Auch seitlich ist das Rotlicht Pro durch etwas Lichtaustritt zu sehen. Allerdings muss man auch sagen, dass das kein Alleinstellungsmerkmal ist. Alle anderen Rücklichter die ich habe, sind von der Seite ähnlich gut zu sehen.
Die flächige Lichtverteilung des Rotlicht Pro sieht übrigens nicht nur hübsch aus, sondern verbessert nach meiner Erfahrung durchaus auch die Sichtbarkeit. Rücklichter mit einer Punktlichtquelle sind zwar an sich nicht schlechter zu sehen. Aber Punktlichtquellen wirken immer etwas blendend und deren Entfernung ist etwas schwerer abzuschätzen. Bei flächigen Rücklichtern, bei denen eine größere Fläche weniger hell leuchtet, ist dagegen die Entfernung etwas besser einzuschätzen. So zumindest mein persönlicher Eindruck, der auf dem Vergleich einiger Rücklichter mit mehr oder weniger flächiger Lichtverteilung beruht.
Trotzdem muss ich aber sagen, dass auch die Helligkeit eines Rücklichts ein wichtiger Faktor ist. Grundsätzlich gilt hier: nachts reicht auch eine eher geringe Helligkeit, extreme Helligkeit ist hier aufgrund einer starken Blendung sogar kontraproduktiv. Will man ein Rücklicht auch tags zum gesehen werden verwenden, benötigt man eine sehr viel höhere Helligkeit, wenn man gut sichtbar sein will.
Helligkeit zu gering oder Akkulaufzeit zu kurz?
Die niedrige Leuchtstufe des Rotlicht Pro ist von seiner Helligkeit leider äußerst knapp. Anhand von Bildern ist die Helligkeit und wie diese in der Realität wirkt, leider nicht realistisch wiederzugeben. Die Bilder vom Rücklicht sollten daher keinesfalls für eine Einschätzung herangezogen werden.
Aber nach umfangreichen Versuchen und Vergleichen komme ich zu dem Schluss, dass die niedrige Leuchtstufe des Rotlicht Pro für mich nur bedingt brauchbar ist. Bei völliger Dunkelheit ist diese noch in Ordnung, aber keinesfalls besonders gut zu sehen. Im Stadtverkehr mit vielen anderen Lichtquellen hätte ich mit der niedrigen Leuchtstufe schon Bauchschmerzen. Und zum gesehen werden am Tag ist die niedrige Leuchtstufe völlig unzureichend.
Die hohe Leuchtstufe ist besser. Nachts sehr gut zu sehen und auch im Stadtverkehr völlig ok. Tagsüber nach meinem Empfinden ok zu sehen, aber da hätte ich für eine optimale Sichtbarkeit gern noch etwas mehr Helligkeit.
Das Problem ist nun, dass die helle Leuchtstufe nur 2 Stunden leuchtet. Je nachdem wie das eigene Fahrprofil aussieht, mag das für einige Situationen reichen (Reserve einplanen, also geeignet vielleicht für Touren von 1-1,5 Stunden!). Aber vermutlich dürfte Onkel Ernst, der 10 Minuten mit seinem Hollandrad zum Einkaufen fährt, eher nicht die Zielgruppe von Lupine sein. Diese dürfte zumindest gelegentlich auch länger als 2 Stunden fahren. Ob man für diesen Zweck dann noch ein anderes Rücklicht kaufen will, weil das Premium-Produkt nicht ausreicht, ist doch ein wenig fragwürdig.
Nun mögen viele tagsüber ohnehin nicht mit Licht fahren wollen. Und mit den 10 Stunden Leuchtdauer der niedrigen Stufe holt man vielleicht keine Ultradistanz-Fahrer ab. Für viele dürfte das aber ausreichend sein. Aber wie gesagt: auch wenn ich die Helligkeit dieser Stufe in völliger Dunkelheit in Ordnung finde: so richtig optimal finde ich sie nicht. Und gerade bei einem Rücklicht der gehobenen Preisklasse hätte ich schon gerne eine Sichtbarkeit die über „in Ordnung“ hinausgeht.
Zu den Leuchtdauern sei übrigens gesagt: diese konnte ich im Test bestätigen (siehe auch Messwerte weiter unten). Nach Ende der Akkulaufzeit schaltet das Rücklicht dann in eine Art Notmodus mit nochmals deutlich geringerer Helligkeit als die niedrige Stufe und leuchtet in dieser ca. 3 weitere Stunden. Nur sehr schlecht zu sehen, aber besser als ein plötzlich ganz ausgehendes Rücklicht.
Internationale Version
Nun mag man einwenden, dass das Problem der kurzen Akkulaufzeit bzw. geringen Helligkeit doch mit der internationalen Version des Rotlicht Pro deutlich besser ist.
Die Internationale Version des Rotlicht Pro ist im Prinzip gleich wie die hier getestete StVZO-Version (gleiche Akkugröße, gleicher Aufbau), hat aber zusätzlich verschiedene Blinkmodi. Das ist in Deutschland nicht erlaubt und Lupine liefert das internationale Rotlicht Pro nicht an Adressen in Deutschland. Aber wer will, wird schon einen Weg finden, es sich zu besorgen.
Ich habe das internationale Rotlicht Pro nicht getestet, hier aber trotzdem mal eine Einschätzung, ob das Problem kurze Akkulaufzeit/geringe Helligkeit damit verbessert wird.
Hier die Leuchtmodi der internationalen Version des Rotlicht Pro laut Hersteller. Die Leistungsangaben der Blinkmodi dürfte wohl die Durchschnittsleistung sein. Entsprechend dürfte die Helligkeit dann höher sein, als die Leistungsangabe verglichen mit kontinuierlich leuchtenden Modi vermuten lässt!
| Modus | Leistung | Laufzeit | |
|---|---|---|---|
| 1 | Dauerlicht minimum | 0,15 W | 20 h |
| 2 | Dauerlicht medium | 0,3 W | 10 h |
| 3 | Dauerlicht maximum | 1,5 W | 2 h |
| 4 | Dauerlicht Ring statisch | 0,42 W | 7 h |
| 5 | Blinken langsam | 0,075 W | 40 h |
| 6 | Blinken schnell | 0,43 W | 7 h |
| 7 | Blinken statisch unregelmäßig | 0,3 W | 10 h |
| 8 | Blinken dynamisch unregelmäßig | 0,3 W | 10 h |
| 9 | Lauflicht Kreis | 0,42 W | 7 h |
| 10 | Hello Goodbye Wiederholung | 0,6 W | 5 h |
| 11 | Dauerlicht Innen, Ring blinkend | 0,24 W | 12:30 h |
| 12 | Dauerlicht & Ring dimmend (Pendel) | 0,55 W | 5:30 h |
| 13 | Dauerlicht & Ring blinkend (Pendel) | 0,2 W | 15 h |
| 14 | Lauflicht Welle (oben <-> unten) | 0,16 W | 18:50 h |
| 15 | Blinken chaotisch | 0,25 W | 12 h |
Von den 15 möglichen Modi des internationalen Rücklichts können dann 4 programmiert werden und mit dem Taster durchgeschaltet.
Die Modi 2 (Dauerlicht Medium) und 3 (Dauerlicht Maximum) sind die Modi der StVZO-Version.
Auffällig ist nun direkt der Modus 1 (Dauerlicht Minimum) mit großzügigen 20 Stunden Laufzeit. Aber wenn mir schon das Dauerlicht medium mit doppelter Helligkeit bestenfalls ausreichend hell ist, dann ist das nur eine Notlösung. Für eine Notlösung wäre mir der Preis des Rotlicht Pro dann doch zu hoch.
Anders sieht es mit Blinkmodi aus. Dadurch, dass sie nicht kontinuierlich leuchten, verbrauchen sie weniger Energie, können also bei hoher Helligkeit immer noch eine gute Laufzeit erzielen.
Hier würde ich aber zu bedenken geben, dass ein blinkendes Rücklicht bei Dunkelheit sehr irritierend ist und Entfernung und Bewegung schlecht einzuschätzen sind. Ich würde absolut davon abraten, ein blinkendes Rücklicht im Dunkeln einzusetzen. Wenn dann höchstens ein blinkendes Rücklicht kombiniert mit einem kontinuierlich leuchtenden.
Tagsüber sieht das anders aus. Auch wenn in Deutschland nicht erlaubt, erzeugt ein blinkendes Rücklicht eine für Radfahrer oft dringend benötigte Aufmerksamkeit, der Nachteil der schlechten Einschätzbarkeit von Geschwindigkeit und Entfernung dagegen entfällt. Hier machen Blinkmodi absolut Sinn und verbessern die Praxistauglichkeit des Rotlicht Pro sicherlich.
Trotzdem: das Grundproblem der eher kurzen Akkulaufzeit bei wirklich guter Sichtbarkeit bleibt auch beim internationalen Rotlicht bestehen, wenn auch etwas abgeschwächt. Gerade eben weil ich die Blinkmodi nachts für keine gute Idee halte.
Alternative Abdeckung für bessere Sichtbarkeit
Es gibt allerdings auch noch eine weitere Möglichkeit, wie man die Sichtbarkeit des Rotlicht Pro verbessern kann: Lupine verkauft eine alternative rote Abdeckung, die nach meinen Messungen etwa doppelt so viel Licht wie die originale graue Abdeckung durchlässt!
Diese ist nach Entfernen von 4 Schrauben leicht zu tauschen.
Das nächste Bild zeigt einen Leuchtvergleich mit originaler grauer Abdeckung (rechts) und roter Abdeckung (links).
Die reale Wirkung auf einem Foto wiederzugeben, ist schwierig, aber einen einigermaßen brauchbaren Eindruck dürfte das Foto liefern.
Mit roter Abdeckung ist das Rotlicht Pro schon besser zu sehen. Die nach Messwerten doppelte Helligkeit sollte man allerdings nicht überschätzen. Eine bessere Sichtbarkeit wird aber auf jeden Fall erzielt.
Allerdings leidet die gleichmäßige Verteilung der Leuchtfläche mit der roten Abdeckung etwas. Sie sieht nicht mehr ganz so gleichmäßig wie mit der Originalabdeckung aus und die Einzel-LEDs sind durchaus erkennbar. Allerdings würde ich diesen Nachteil auch nicht überschätzen. Zwar sieht die Leuchtfläche bei direkter Ansicht dann nicht mehr so „schön“ aus. Aber wenn man das Rücklicht einige Meter oder gar dutzende Meter vor sich hat, fällt die nicht mehr ganz so gleichmäßige Lichtverteilung eigentlich kaum noch auf. Der Vorteil der flächigen Lichtverteilung – die bessere Einschätzung der Entfernung des Rücklichts – ist auch mit der roten Abdeckung gegeben.
Die niedrige Leuchtstufe ist mir auch mit der roten Abdeckung eher noch etwas zu dunkel. Das Problem des Rotlicht Pro – entweder zu dunkel oder zu kurze Akkulaufzeit – wird damit nicht völlig behoben. Aber für mich wird die Praxistauglichkeit damit doch ein ganzes Stück erhöht. Meine Empfehlung, falls man das Rotlicht Pro kauft: rote Abdeckung gleich mitbestellen!
Messwerte
Hier noch eine Zusammenstellung meiner Messwerte zum Lupine Rotlicht Pro.
Akkulaufzeit
Niedrige Leuchtstufe: 22 h
Hohe Leuchtstufe: 2:15 h
Laufzeit jeweils ohne Bremslicht-Auslösung!
Nach Ende der Akkulaufzeit schaltet das Rücklicht in einen Notmodus und leuchtet in diesem noch ca. 3 h mit sehr geringer Helligkeit weiter.
Lichtstrom in Lumen
Die Lumenwerte wurden mit meiner selbstgebauten Ulbrichtkugel gemessen. Generell dürfte die Messung nicht übermäßig genau sein und nur einen groben Anhaltspunkt liefern.
| graue Original-Abdeckung | rote Abdeckung | ohne Abdeckung | |
|---|---|---|---|
| Niedrige Leuchtstufe | 0,7 lm | 1,3 lm | 4,2 lm |
| Hohe Leuchtstufe | 3,6 lm | 7,4 lm | 23,3 lm |
| Bremslicht | 7 lm | 13,7 lm | 45,1 lm |
| Notmodus nach Ende der Akkulaufzeit | 0,06 lm | keine Messung | |
Die Herstellerangabe beträgt 120 Lumen im Bremslicht. Diese Angabe dürfte sicherlich der reine Output der LEDs, ohne irgendwelche Verluste in der Optik sein. Bei meiner Lumenmessung ohne Abdeckung düfte auch schon ein relevanter Teil des Lichts verloren gehen, da die LEDs eher seitlich abstrahlen, nicht direkt nach vorn. Die graue Originalabdeckung schluckt dann nochmal ca. 85% des Lichts. Die alternative rote Abdeckung schluckt ca. 70% und lässt damit ca. doppelt so viel Licht durch wie die Originalabdeckung.
Generell sind die gemessenen Lumenwerte recht niedrig. Die 0,7 Lumen in der niedrigen Leuchtstufe mit Originalabdeckung sind beispielsweise der niedrigste Wert, den ich überhaupt je bei einem Rücklicht gemessen habe. Zwar kann man vom Lumenwert auch nicht 1:1 auf die Sichtbarkeit schließen. Trotzdem bestätigt das meinen subjektiven Eindruck, dass gerade die niedrige Leuchtstufe sehr lichtschwach ist und maximal bei völliger Dunkelheit noch eine zufriedenstellende Sichtbarkeit erzeugt.
Fazit
Das Lupine Rotlicht Pro schafft eine außergewöhnlich gleichmäßige Lichtverteilung über die gesamte Leuchtfläche. Auch die stabile Verarbeitung, der tauschbare Akku und der schnelle Reparaturservice von Lupine sind Pluspunkte. Leider ist die Leuchtkraft in der niedrigen Stufe eher gering. Die gut sichtbare hohe Stufe leuchtet mit 2 Stunden dagegen recht kurz. Die separat erhältliche rote Abdeckung erhöht die Leuchtkraft, über diese sollte man beim Kauf unbedingt nachdenken.
Lupine Rotlicht Pro kaufen bei:
Hier ein Video-Testbericht zum Rotlicht Pro auf meinem Youtube-Kanal:











