Fahrradscheinwerfer: worauf beim Kauf achten?

21. Mai 2012

In diesem Artikel geht speziell es um die Frontleuchte bzw. den Scheinwerfer am Fahrrad. Wenn der alte Fahrradscheinwerfer defekt ist oder man nicht zufrieden ist, muss ein neuer her. Aber worauf sollte man bei der Auswahl und dem Kauf eines Fahrradscheinwerfers achten?

Einige wichtige Eigenschaften von Fahrradscheinwerfern sind hier zusammengestellt.

Helligkeit von Fahrradscheinwerfern

Das wichtigste an einem guten Fahrradscheinwerfer ist natürlich: er muss hell sein! Angegeben wird die Helligkeit von Fahrradscheinwerfern in Lux oder Lumen.

Vorgeschrieben nach StZVO ist eine Beleuchtungsstärke von mindestens 10 Lux im Abstand von 10m.

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Gängige am Markt erhältliche LED-Scheinwerfer, sieht man mal von sehr billigen Angeboten ab, bieten eine Leuchtkraft von 20, 40 oder 60 Lux, einige auch noch mehr. Was man hier wählt, hängt vor allem vom Geldbeutel ab.

Mit einer einzigen Zahl ist die Helligkeit eines Fahrradscheinwerfers aber schwer zu beschreiben. Es kommt auf viele Dinge an. Z.B. auf die Fläche, die der Fahrradscheinwerfer beleuchtet und auf eine gute Verteilung der Helligkeit. Ein Fahrradscheinwerfer mit 50 Lux ist also nicht zwangsläufig besser als einer mit 40 Lux.

zum weiterlesen: Helligkeit von Fahrradscheinwerfern

Helligkeitsverteilung

Bei Fahrradscheinwerfern kommt es nicht nur auf die Helligkeit an, sondern auch auf die Verteilung der Lichtabstrahlung. Eine gute Nahfeldausleuchtung ist genauso wichtig, wie eine Ausleuchtung in der Ferne. Auch bringt einem eine Lichtabstrahlung nach oben wenig. Im Gegenteil, entgegenkommender Verkehr wird es Ihnen danken, wenn der er nicht vom Fahrradscheinwerfer geblendet wird. Gute Fahrradscheinwerfer zeichnen sich durch Reflektoren aus, die das Licht dort hinwerfen, wo es benötigt wird: auf die Straße.

Unterschiedlich ist die Breite des Lichtkegels. Was man hier bevorzugt, hängt vom Einsatzzweck ab. Im Mountainbikebereich sind etwas breitere Lichtkegel empfehlenswert, um eine bessere Ausleuchtung des Geländes zu gewährleisten und damit mehr Fahrsicherheit zu bieten.

Fahrradscheinwerfer mit Standlicht

Bei Rücklichtern fürs Fahrrad ist das Standlicht fast schon Standard. Aber auch höherwertige Fahrradscheinwerfer bieten mittlerweile ein Standlicht. Der Vorteil: mehr Sicherheit, da man auch im Stand gesehen wird. Ein Standlicht für den Frontscheinwerfer ist aber insbesondere auch dann interessant, wenn man in völliger Dunkelheit unterwegs ist, also nicht in der Stadt. So kann man sich auch beim Anhalten oder bei sehr langsamer Fahrt, bei der die Fahrradbeleuchtung sonst nicht funktioniert, noch orientieren.

Relevant ist ein Standlicht natürlich nur bei (Naben-)Dynamobetrieb. Batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung leuchtet natürlich sowieso auch im Stand.

Artikeltipp: Wie funktioniert ein Fahrrad-Standlicht?

Ein-/Ausschalter

Batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung besitzt natürlich generell einen Ein-/Ausschalter. Schwierig wird es aber bei Fahrradscheinwerfern für Dynamobetrieb. Gängige Nabendynamos sind nicht abschaltbar. Deshalb benötigt der Fahrradscheinwerfer ein Möglichkeit zum Abschalten der Fahrradbeleuchtung, wenn das Licht nicht immer eingeschaltet sein soll. Die meisten Fahrradscheinwerfer bieten dies heutzutage. Aber es gibt auch Fahrradscheinwerfer, die speziell für Seitenläuferdynamos ausgelegt sind, und dem entsprechend keinen Schalter haben!

Fahrradscheinwerfer mit Sensorfunktion

Immer mehr Fahrradscheinwerfer bieten heute einen Sensor. Dieser misst die Umgebungshelligkeit und schaltet bei nahender Dunkelheit die Fahrradbeleuchtung automatisch ein. Äußerst praktisch, da man sich dann nicht mehr ums Licht Einschalten kümmern muss und es nicht vergessen kann. Auch wenn mal auf kurzen Strecken, wie einem Tunnel, Dunkelheit herrscht, ist die Sensorfunktion von Vorteil.
Meistens ist eine solche Sensorfunktion mit einem Schalter kombiniert. Man hat dann die Wahl zwischen Ein, Sensor und Aus.

Tagfahrlicht

Ein Tagfahrlicht dient nicht dazu, selbst etwas zu sehen, sondern besser gesehen zu werden. Und zwar auch am Tag. Dazu ist eine Lichtabstrahlung nicht auf die Straße sondern nach vorne notwendig. Zu diesem Zweck werden oft separate LEDs genutzt, die in den Scheinwerfer integriert sind. Kombiniert wird dies sinnvollerweise mit einem Sensor. Denn während ein Tagfahrlicht tagsüber für bessere Sichtbarkeit sorgt, sorgt es nachts oft genau für das Gegenteil. Das menschliche Auge, welches dann auf Dunkelheit eingestellt ist, wird vom Tagfahrlicht geblendet. Dieses muss deshalb bei Dunkelheit gedimmt sein, um nicht mehr zu schaden als zu nutzen.

Fahrradscheinwerfer mit guter Verarbeitung

Kommen wir zum letzten und schwierigsten Punkt: der Verarbeitung. Der beste Fahrradscheinwerfer nützt nichts, wenn er so schlecht verarbeitet ist, dass er bald kaputt ist. Auf der anderen Seite ist es auch fragwürdig, ob ein Fahrradscheinwerfer unbedingt aus Metall und extrem robust sein muss, so dass er auch schwere Stürze aushält. Das wäre zwar schön, aber letztendlich muss man bedenken, dass ein solch stabiler Fahrradscheinwerfer in der Regel ein Mehrfaches kostet. Wie stabil und gut verarbeitet ein Fahrradscheinwerfer sein muss, das kann man nicht allgemeingültig beantworten.

Die Schwierigkeit ist leider, dass man es einem Fahrradscheinwerfer nicht unbedingt auf den ersten Blick ansieht, wie gut er verarbeitet ist. Testberichte von Fahrradbeleuchtung, ob im Netz oder in Zeitschriften, oder auch Erfahrungsberichte von Bekannten oder in Foren, können einen zwar nie völlig vor bösen Überraschungen bewahren, sie aber doch erheblich unwahrscheinlicher machen.

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