Testbericht: Sigma Hiro 70

11. März 2026

Sigma Hiro 70

Kategorie: Akku-Rücklichter

Lichtstrom: 15 Lumen, Bremslicht 32 Lumen (eigene Messung)
Leuchtdauer: 5,5 h (eigene Messung)
Akku: integrierter Li-Ion-Akku 650 mAh, Ladung per USB-C
StVZO-Zulassung: ja

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Fazit:
Sehr gleichmäßige Leuchtfläche. Sehr gut, auch von der Seite, zu sehen. Bremslicht durch Punktlichtquelle etwas blendend, aber sehr auffällig. Akkulaufzeit eher etwas knapp. Sitzt sehr stramm in der Halterung, schlecht zu entnehmen.

Transparenzhinweis: Das Sigma Hiro 70 habe ich für den Test gekauft und selbst bezahlt.

Aussehen und Bedienung

Leuchtfläche außen und zwei Einzel-LEDs für das Bremslicht innen. Das Bremslicht ist sehr sensibel und leuchtet schon bei sehr leichten Bremsvorgängen. Bei Bodenunebenheiten, zumindest On-Road, löst es aber eher selten aus, also ok. Zusätzlich gibt es noch ein „Notbremslicht“. Dabei leuchtet das Bremslicht nicht nur, sondern blinkt für noch größere Aufmerksamkeit. Auch dieses löst aber schon recht schnell aus. Ich würde eher sagen bei normalen Bremsungen, nicht bei Notbremsungen.

Nach dem Einschalten (Sigma-typisch mit Doppelklick) befindet sich das Rücklicht im Automatikmodus. Nur wenn es dunkel ist, beginnt es zu leuchten. Das Bremslicht ist aber auch dann aktiv und funktioniert. Mit einem weiteren Druck auf den Taster schaltet man das Rücklicht dauerhaft ein.

Im Stand ohne Erschütterung schaltet das Rücklicht nach ca. 5 Minuten automatisch ab. Wird bei Weiterfahrt wieder eine Bewegung registriert, schaltet es sich wieder ein.

Die Halterung wird per Gummiband an der Sattelstütze befestigt und das Rücklicht in der Aufnahme geschoben. Das kann entweder hochkant oder quer passieren. Mit dem Gelenk in der Halterung kann die Neigung verstellt werden. Leider sitzt das Rücklicht sehr stramm in der Halterung. Ein Entnehmen ist recht schwierig. Die Halterung scheint es nicht einzeln nachzukaufen zu geben.

Beurteilung der Sichtbarkeit

Die Fotos sind vor allem dafür geeignet, die Form der Lichtabstrahlung einzuschätzen. Weder geben sie zwangsläufig den korrekten Eindruck der Helligkeit wieder, noch sind sie besonders gut dafür geeignet, die Helligkeit mit anderen Rücklichtern zu vergleichen (dafür sind Messungen des Lichtstromes in Lumen besser geeignet). Siehe auch Aufbau und Kameraeinstellungen.

Sigma Hiro 70 leuchtend von vornSigma Hiro 70 leuchtend seitlich
Sichtbarkeit von vorn und seitlich

Sigma Hiro 70 leuchtend mit Bremslicht
aktives Bremslicht

Die Helligkeit des Rücklichts ist recht hoch. Das zusammen mit der sehr gleichmäßig ausgeleuchteten Fläche (keine einzelnen Punktlichtquellen zu sehen) erzeugt eine sehr gute Sichtbarkeit. Auch von der Seite ist das Hiro 70 überdurchschnittlich gut zu sehen.

Das Bremslicht in der Mitte (2 Einzel-LEDs) leuchtet normalerweise übrigens nicht, das scheint auf dem Foto etwas so. Bei aktivem Bremslicht leuchtet oder blinkt das Bremslicht in der Mitte, je nach Stärke des Bremsvorganges. Da das Bremslicht recht hell und außerdem stark konzentriert ist, blendet es durchaus etwas.

Messwerte

Lumenwerte wurden im Zeitverlauf über die gesamte Akkulaufzeit gemessen.

Sigma Hiro 70 Laufzeitdiagramm

Die Aufnahme des Laufzeitdiagramms gestaltete sich etwas schwierig, da das Rücklicht ohne Bewegung nach 5 Minuten abschaltet. Einige Pausen im Diagramm entstehen durch Verpassen des 5-Minuten-Rasters, in dem ich das Rücklicht immer kurz bewegt habe. Nach Ende des Diagramms kommen noch 52 Minuten Laufzeit dazu, in denen ich das Rücklicht außerhalb der Messeinrichtung leuchten lassen habe. In Summe, bei Abzug der Pausen und Hinzurechnung der Laufzeit außerhalb der Messeinrichtung, bin ich auf 5 Stunden 26 Minuten Laufzeit gekommen. Allerdings ohne Auslösung des Bremslichts. Dieses dürfte die Leuchtdauer je nach Häufigkeit der Auslösung nochmals etwas verringern.

Bei eingeschaltetem Rücklicht und aktivem Bremslicht wurden ca. 32 Lumen gemessen.

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