Testbericht: Litemove AC-210

29. Juni 2026

Litemove AC-210

Kategorie: E-Bike-Scheinwerfer

(Messwerte, außer wenn anders angegeben)
Lichtstrom 530 lm / 830 lm Fernlicht
Lichtstrom
(Herstellerangabe)
460 lm / 700 lm Fernlicht
Beleuchtungsstärke 146 lx / 210 lx Fernlicht
Leistungsaufnahme 8,4 W / 14,4 W Fernlicht
Gewicht 169 g mit Kabel, Lenkertaster und Halter
StVZO-Zulassung ja

Bezugsquellen:

Vorteile:
+ viel Licht
+ zuschaltbares Fernlicht
+ breite Ausleuchtung im mittleren bis Fernbereich
+ kleines, stabiles Gehäuse

Nachteile:
im Nahbereich eher schmale Ausleuchtung
Fernlicht leuchtet einen eher kleinen Bereich nach oben aus

Fazit:
Der Litemove AC-210 überzeugt durch relativ viel Licht, gute Lichtverteilung und zuschaltbares Fernlicht. Auch das kleine, gut verarbeitete Gehäuse ist ein Pluspunkt. Nachteile sind ein im Nahbereich schmales Lichtbild und ein Fernlicht, das nur relativ knapp über die Hell-Dunkel-Grenze strahlt. Diese Nachteile sind aber im Straßeneinsatz eher wenig relevant.

Transparenzhinweis: Der Litemove AC-210 wurde mir für den Test vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vorgaben für den Inhalt des Tests gab es nicht.

Verpackung und Lieferumfang

Der Litemove AC-210 wird in einer einfachen Pappverpackung geliefert:

Im Lieferumfang enthalten sind der Scheinwerfer selbst, eine Lenkerhalterung mit notwendigen Kleinteilen, Unterleggummis für 31,8 und 35 mm Lenkerdurchmesser, Tastergehäuse für den Lenkertaster, CT-22 Connector zum Anschließen des Stromkabels und eine gedruckte Bedienungsanleitung.

Je nach Variante (zu den Halterungsvarianten weiter unten mehr) kann der Lieferumfang aber variieren.

Aussehen und Bedienung

Das Gehäuse besteht aus Aluminium und ist mit 46 mm Gehäusedurchmesser und 51 mm Länge (inklusive etwas vorstehender Linse) schön klein.

Die Lichtverteilung ist über eine Linsenkonstruktion realisiert.

Mit einem Lenkertaster lässt sich ein Fernlicht zuschalten. Bei aktiviertem Fernlicht leuchtet das Symbol auf dem Lenkertaster blau.

Das Gehäuse vom Lenkertaster wird an Lenkerenden mit 22,2 mm Durchmesser montiert. Das Gehäuse ist sehr steif und lässt sich so nicht weit genug aufbiegen, um es über den Lenker zu schieben. Griffe, Bremsen etc. müssen so erst entfernt werden, um den Lenkertaster zu montieren.

Der Lenkertaster lässt sich mit einem Stecker trennen.

Den Litemove AC-210 gibt es in verschiedenen Versionen, die sich in der montierbaren Halterung unterscheiden. Die hier gezeigte Version ist die S-Version. Mitgeliefert wird ein Lenkerhalter aus Kunststoff, der seitlich an den Scheinwerfer geschraubt wird. Dabei sind dicke und dünne Unterleggummis, die eine Montage an 31,8 und 35 mm Lenkerdurchmesser ermöglichen.

Außerdem gibt es eine U-Version mit Gopro-Stegen oben am Gehäuse zur hängenden Montage. Die D-Version hat die Gopro-Stege unten, dafür gibt es zum Beispiel kompatible Gabelhalter von Litemove.

Die seitlichen Bohrungen für den Lenkerhalter gibt es nur bei der S-Version. Sie sind auf beiden Seiten vorhanden. Der Halter ist von beiden Seiten montierbar.

Hinten sind (nur bei der S-Version) zwei weitere Bohrungen für andere erhältliche Halterungen vorhanden.

An einem Gewinde unten kann ein Rückstrahler montiert werden, der hier aber nicht im Lieferumfang war.

Lichtverteilung

Hier ein Foto der Ausleuchtung des Litemove AC-210. Siehe auch Aufbau und Kameraeinstellungen. Für mehr Ausleuchtungsfotos von E-Bike-Scheinwerfern siehe Übersicht E-Bike-Scheinwerfer.

Litemove AC-210 kaufen bei:

Die Lichtverteilung des AC-210 ist schön gleichmäßig, ohne störende Lichtartefakte. Die Ausleuchtung ist im gesamten Bereich ordentlich hell.
Während die Ausleuchtung im Fernbereich sehr breit ist, könnte sie im Nahbereich gern breiter sein.
Die Fernsicht ist gut, es wird auch genug Licht in den fernen Bereich konzentriert.
Die Abgrenzung zum Rand ist recht scharf und läuft nicht langsam aus wie bei anderen Lampen. Persönlich mag ich ein langsam zum Rand auslaufendes Lichtbild lieber, aber ein Stück weit ist das auch Geschmackssache.
Alles in allem eine mehr als brauchbare Ausleuchtung.

Schaltet man das Fernlicht dazu, wird das Lichtbild nach oben erweitert:

Das Fernlicht strahlt nicht übermäßig weit nach oben sondern erweitert das Lichtbild nur ein wenig nach oben, zumindest aber über die gesamte recht große Ausleuchtungsbreite und recht konzentriert mit guter Fernsicht. Geeignet ist so ein konzentriertes Fernlicht vor allem für die Straße. Eine hohe Reichweite, aber keine gute Rundumsicht sind damit möglich. Mehr Rundumsicht durch ein breiter streuendes Fernlicht wäre vor allem für Geländefahrten sinnvoll, was aber wohl nicht die Zielgruppe des AC-210 ist.

Messwerte

Einige Messwerte habe ich vom AC-210 aufgenommen. Hier eine Gegenüberstellung mit den jeweiligen Herstellerangaben:

Meine Messwerte zum erzeugten Lichtstrom, also wie viel Licht die Lampe insgesamt erzeugt, liegen etwas höher als die Herstellerangabe. Bei den relativ ungenauen Lumenmessungen mit meinem selbstgebauten Messgerät liegt das aber ohnehin wohl noch innerhalb der Messgenauigkeit.

Die gemessenen Luxwerte liegen sehr nah an der Herstellerangabe. Diese sind vor allem für die Fernsicht wichtig. Der Luxwert wird in 10 Meter Entfernung, am hellsten Punkt des Lichtkegels senkrecht zur Fahrbahn gemessen. Dieser Teil des Lichtkegels fällt im Fernbereich auf die Fahrbahn. Eine hohe Beleuchtungstärke, also viel Licht pro Fläche, sorgt dafür, dass man auch in der Ferne noch gut genug sieht. Der gemessene Wert der AC-210 ist nicht rekordverdächtig, aber doch hoch genug, um im Fernbereich eine recht gute Sicht zu erzielen.

Die gemessenen Werte zur Leistungsaufnahme liegen leicht unter der Herstellerangabe. Hier muss man sicherstellen, dass der Lichtausgang des E-Bikes diese zur Verfügung stellen kann, also am besten im Handbuch nachlesen.

Der AC-210 ist für 12 V Lichtausgänge gedacht, teils auch übliche 6 V Lichtausgänge sind nicht ausreichend. Litemove gibt einen zulässigen Spannungsbereich von 11 – 16 V an. Die Mindestspannung von 11 V scheint aber recht knapp. Zumindest bei Fernlicht erreicht man damit nicht die maximal mögliche Lichtausbeute, die erst bei 12 V erreicht wird.

Fazit

Der Litemove AC-210 überzeugt durch relativ viel Licht, gute Lichtverteilung und zuschaltbares Fernlicht. Auch das kleine, gut verarbeitete Gehäuse ist ein Pluspunkt. Nachteile sind ein im Nahbereich schmales Lichtbild und ein Fernlicht, das nur relativ knapp über die Hell-Dunkel-Grenze strahlt. Diese Nachteile sind aber im Straßeneinsatz eher wenig relevant.

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Hier ein Video-Testbericht zum Litemove AC-210 auf meinem Youtube-Kanal:


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Kommentare [1]

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English comments welcome!
 

— Florian · 30. Juni 2026, 09:36 · #

Vielen Dank für den tollen Test.
Das bestätigt auch meinen Eindruck zur AC210, welche ich selbst an meinem Fahrrad nutze.
Lediglich die Anmerkung, dass sich der Fernlichthalter nicht weit genug aufbiegen liese kann ich nicht bestätigen – dies war bei mir problemlos möglich.

Ansonsten ein toller Test! vielen Dank und ich freue mich auf Weitere!

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