Aldi Ride+Go
Kategorie: Akku-Scheinwerfer
| (Messwerte, außer wenn anders angegeben) | ||||
| Leuchtstufen | 1 | 2 | 3 | 4 |
|---|---|---|---|---|
| Beleuchtungsstärke (Herstellerangabe) |
100 lx | 70 lx | 30 lx | 15 lx |
| Beleuchtungsstärke (Herstellerangabe) |
100 lx | 70 lx | 45 lx | 18 lx |
| Lichtstrom | 230 lm | 165 lm | 110 lm | 40 lm |
| Leuchtdauer | 3 h | ? | ? | ? |
| Akku | integrierter Li-Ion-Akku, 1800 mAh | |||
| Gewicht | 101 g | |||
| StVZO-Zulassung | ja | |||
Vorteile:
+ verboten günstig (Set mit Rücklicht Aldi Nord: 9,99 €, Aldi Süd: 12,99 €)
+ recht viel Licht
+ gute Fernsicht
+ Rücklicht mit Bremslicht und Notbremslichtfunktion
Nachteile:
– schlechte Ausleuchtung im Nahbereich
– schmale Ausleuchtung
– kein Ersatzteil für Lenkerhalter verfügbar
Testfazit:
Das Ride+Go Akkulampen-Set von Aldi ist unschlagbar günstig und bietet dafür eine Menge. Sie erzeugt gar nicht wenig Licht, allerdings gehört die Lichtverteilung nicht zu den besten – vor allem in der Nahfeldausleuchtung gibt es Schwächen. Das Rücklicht mit seiner Bremslichtfunktion ist für den Preis absolut empfehlenswert. Eine einfache Verarbeitung und fehlende Ersatzteile für die Halterung muss man aber akzeptieren. Auch schnell muss man sein: das Set ist nur als Aktionsartikel für einen sehr begrenzten Zeitraum erhältlich.
Transparenzhinweis: Die Aldi Ride+Go habe ich für den Test gekauft und selbst bezahlt.
Das Aldi Ride+Go Premium-LED Lampenset beinhaltet Front- und Rücklicht. Es war in der Woche ab 7.9.2026 bei Aldi Nord (9,99 €) und Aldi Süd (12,99 €) erhältlich.
Lieferumfang und Verpackung
Im Lieferumfang sind Front- und Rücklicht jeweils mit Halterung. Für das Rücklicht sind zwei Gummiunterleger für besseren Halt dabei. Eine Bedienungsanleitung und ein USB-C Ladekabel sind auch dabei.
Aussehen und Bedienung
Das Aldi Ride+Go besteht aus eher dünnem Kunststoff. An sich gibt es an der Verarbeitung aber nichts auszusetzen.
Geladen wird die Lampe über einen USB-C Ladeanschluss an der Rückseite. Ein Laden im Betrieb ist leider nicht möglich.
Der Taster auf der Oberseite schaltet die Lampe mit langem Druck ein oder aus. Mit kurzem Druck werden die Leuchtstufen durchgeschaltet. Erst Sensormodus, dann die 4 festen Leuchtstufen. Im Sensormodus wird die Helligkeit der Lampe stufenlos an die Umgebungshelligkeit angepasst: je dunkler es wird, desto heller wird die Lampe. Eine eher sinnfreie Funktion, denn dass man umso mehr Licht braucht, je dunkler die Umgebung wird, ist ein Irrglaube. Eher das Gegenteil ist der Fall. Aber da man die Funktion nicht nutzen muss, ist sie kein wirklicher Nachteil.
Außerdem auf der Oberseite ein farbiger Balken für den Akkuladestand (grün, gelb, orange, rot) und ein zweiter Balken, der die gewählte Leuchtstufe anzeigt.
Ein seitlicher leuchtender Streifen soll die Sichtbarkeit von der Seite verbessern. Übermäßig gut gelingt das nicht, denn die Leuchtkraft des Streifens ist so schwach, dass das seitlich austretende Streulicht des Hauptscheinwerfers besser zu sehen ist.
Der Lenkerhalter wird aufgeklappt und am Lenker festgeschraubt. In drei Schritten kann der Druchmesser auch variiert werden. Bei Lenkerdurchmessern bis 31,8 mm klappt das gut. Bei 35 mm Lenkern ist die Halterung zu klein. Entnimmt man den Gummi am vorderen Lenkerarm sollte es auch da funktionieren, aber für besseren Halt sollte man dann ein dünnes Gummiband o.ä. unterlegen.
Die Lampe wird auf die Halterung geschoben und rastet dort ein. Zum Entnehmen drückt man den Sicherungshebel nach unten. Die Lampe sitzt eher stramm in der Halterung und das Entnehmen funktioniert nicht allzu gut.
Auf den Halter kann die Lampe auch seitlich verdreht werden, so dass sie an gebogenen Lenkern nutzbar ist.
Die Halterung ist auf jeden Fall auch eine gewisse Schwachstelle: der Sicherungshebel dürfte leicht abbrechen – ob er nun lange hält oder nicht, dürfte Glücksspiel sein. Eine Ersatzhalterung nachkaufen kann man nicht.
Im Set ist auch ein Rücklicht dabei.
Es leuchtet mit einer einfachen Punktlichtquelle. Da gibt es sicher bessere Rücklichter, aber es ist an sich gut zu sehen und für den Preis absolut in Ordnung.
Außerdem hat das Rücklicht eine Bremslichtfunktion und Notbremslicht integriert. Bremsvorgänge werden von einem Beschleunigungssensor erkannt. Bei Bremsvorgängen leuchten für einige Sekunden die zusätzlichen LEDs unter der Haupt-LED und erhöhen die Leuchtkraft deutlich. Bei stärkeren Bremsvorgängen wird die Notbremslichtfunktion aktiviert. Die beiden Bremslicht-LEDs blinken dann.
Die Halterung des Rücklichts wird an der Sattelstange festgeschraubt und das Rücklicht hereingeschoben.
Lichtverteilung
Hier ein Foto der Ausleuchtung der Aldi Ride+Go Frontlampe. Siehe auch Aufbau und Kameraeinstellungen. Für mehr Ausleuchtungsfotos von Akkuscheinwerfern siehe Übersicht Akkuscheinwerfer.
Die Fotos sind mit vollem Akku entstanden.
[Foto folgt, wird bei der nächsten Fotosession mit erledigt]
Lichtstrom in Lumen und Leuchtdauer
Der Lichtstrom gemessen in Lumen gibt an, wie viel Licht eine Lampe insgesamt erzeugt.
Den Lumenwert der Aldi Ride+Go Frontlampe habe ich mit meiner selbstgebauten Ulbrichtkugel im Zeitverlauf gemessen.
Bei der Einschätzung der Messergebnisse sollte man beachten, dass dies kein kalibriertes Messgerät ist. Die Messergebnisse sollten daher einigermaßen mit Vorsicht betrachtet werden. Zumindest eine grobe Einordnung und Vergleich mit anderen Lampen ist damit aber in jedem Fall möglich.
Hier die gemessenen Lumenwerte im Zeitverlauf.
Gemessen habe ich nur den Verlauf der höchsten Leuchstufe. Von den anderen Leuchtstufen wurde nur der Anfangswert gemessen.
Rund 220 Lumen in der höchsten Leuchtstufe sind kein schlechter Wert und müssen sich vor deutlich teureren Lampen anderer Hersteller nicht verstecken. Auch die Laufzeit ist mit 3 Stunden in Ordnung.
Beleuchtungsstärke in Lux
Gemessen habe ich auch die Beleuchtungsstärke gemessen in Lux der Aldi Ride+Go. Bei Fahrradbeleuchtung beschreibt dieser Wert die Helligkeit des hellsten Punktes im Lichtkegel, gemessen in 10 Meter Entfernung, senkrecht zur Fahrbahn. Der Lux-Wert hat vor allem eine Relevanz dafür, wie gut die Fernsicht mit einer Lampe ist. Denn dafür ist nicht nur viel Licht notwendig, sondern der Lichtkegel muss auch stark gebündelt sein, damit in der Ferne noch eine ausreichend hohe Beleuchtungsstärke realisiert wird.
Die Messung wurde mit vollem Akku, ca. 30 Sekunden nach dem Einschalten durchgeführt.
In der Tabelle die Messergebnisse der Aldi Ride+Go Frontleuchte im Vergleich mit den Herstellerangaben.
| Beleuchtungsstärke | ||
| Ride+Go | Herstellerangabe | |
|---|---|---|
| Stufe 1 | 100 lx | 100 lx |
| Stufe 2 | 70 lx | 70 lx |
| Stufe 3 | 45 lx | 30 lx |
| Stufe 4 | 18 lx | 15 lx |
Die Herstellerangabe zum Lux-Wert konnte bestätigt werden, in der dritten Stufe erreicht die Lampe sogar die Hälfte mehr als angegeben. 100 Lux sind ein ordentlicher Wert, mit dem eine gute Fernsicht möglich ist.
Testfazit
Das Ride+Go Akkulampen-Set von Aldi ist unschlagbar günstig und bietet dafür eine Menge. Sie erzeugt gar nicht wenig Licht, allerdings gehört die Lichtverteilung nicht zu den besten – vor allem in der Nahfeldausleuchtung gibt es Schwächen. Das Rücklicht mit seiner Bremslichtfunktion ist für den Preis absolut empfehlenswert. Eine einfache Verarbeitung und fehlende Ersatzteile für die Halterung muss man aber akzeptieren. Auch schnell muss man sein: das Set ist nur als Aktionsartikel für einen sehr begrenzten Zeitraum erhältlich.
Hier ein Video zur Aldi Ride+Go auf meinem Youtube-Kanal:











