Testbericht: Lezyne Mega HB StVZO P2600

25. September 2026

Lezyne Mega HB StVZO P2600

Kategorie: Akku-Scheinwerfer

(Messwerte, außer wenn anders angegeben)
Leuchtstufen 1 2 Fern 1 Fern 2 Tagfahr
Beleuchtungsstärke
(Herstellerangabe)
42 lx 77 lx 64 lx 131 lx ?
Lichtstrom 530 lm 970 lm 1580 lm 2660 lm 570 lm
Lichtstrom
(Herstellerangabe)
500 lm 1000 lm 1500 lm 2600 lm 550 lm
Leuchtdauer 6:40 h 3:25 h 4 h 1:55 h 5:10 h
Akku extern, 49 Wh
StVZO-Zulassung ja

Lezyne Mega HB StVZO P2600 kaufen:

Vorteile:
+ helle und breite Ausleuchtung
+ starkes und weit streuendes Fernlicht
+ großer Akku durch separates Akkupack

Nachteile:
– nur mittelmäßige Fernsicht / Lux-Werte
– Halterung nicht schnell abnehmbar, fest verschraubt
– Lenkertaster mit Kabel
– großer Lampenkopf

Testfazit:
Die Lezyne Mega HB StVZO P2600 überzeugt vor allem mit einer breiten und hellen Ausleuchtung. Besonders in Kurven spielt das Lichtbild seine Stärken aus, während die Fernsicht aufgrund der vergleichsweise geringen Lux-Werte nur mittelmäßig ist. Das Fernlicht ist ordentlich stark, streut stark in die Breite und nach oben und ist damit optimal für den Offroad- Einsatz geeignet.
Die Laufzeit ist durch das externe Akkupack recht hoch – eine Sparstufe mit extremer Laufzeit fehlt aber.

Transparenzhinweis: Die Lezyne Mega HB StVZO P2600 habe ich für den Test gekauft und selbst bezahlt.

Lieferumfang und Verpackung

Die Lezyne Mega P2600 wird in einer schönen Metallbox geliefert.

Im Inneren sind Aussparungen für Lampe und Zubehör vorhanden.

Mitgeliefert wird das Akkupack (Lezyne Power Pack XL), ein Klettband zum Befestigen des Akkupacks am Rahmen, der Lenkerhalter und ein Gummi-Unterleger für den Lenkerhalter.

Aussehen und Bedienung

Die Mega P2600 hat ein recht außergewöhnlich aussehendes Alu-Gehäuse. Dieses ist recht groß, Durchmesser 8,8 cm.

Hinten sind Kühlrippen eingearbeitet und die Aufnahme für die Halterung.

Das Abblendlicht wird von 9 LEDs, die indirekt über einen Spiegelreflektor nach vorn strahlen, realisiert. Reflektor, LED-Anordnung und damit auch Lichtverteilung sind die gleiche wie bei der Lezyne Super HB StVZO P1350+.

Das Fernlicht ist über 6 LEDs ober- und unterhalb des Reflektors realisiert, die direkt nach vorn strahlen. Außerdem im Gehäuse sind LED-Streifen links und rechts für das Tagfahrlicht. Auch die Fernlicht-LEDs leuchten im Tagfahrlicht stark gedimmt mit.

Der Lenkertaster ist per Kabel (Länge ca. 30 cm) fest mit der Lampe verbunden. Der Taster ist zur Montage an 22,2 mm Lenkerdurchmesser (was der übliche Lenkerdurchmesser außen ist) gedacht.

Ein Druck auf den Taster schaltet zwischen Abblendlicht und Fernlicht um. Bei Fernlicht leuchtet der Taster blau.

Mit einem langen Druck wird zwischen Blast-Mode (Abblendlicht: 1000 Lumen, Fernlicht: 2600 Lumen) und Economy-Mode (Abblendlicht: 500 Lumen, Fernlicht: 1500 Lumen) gewechselt. Im Economy-Mode ist außerdem ein sensorgesteuertes Tagfahrlicht aktiv: wenn die Umgebung hell ist, wird automatisch ins Tagfahrlicht mit 550 Lumen geschaltet. Dann leuchten die seitlichen LED-Streifen und die Fernlicht-LEDs mit verminderter Stärke.

Das mitgelieferte Power Pack XL hat einen Nennspannung von 14,8 V, 3300 mAh, also ca. 49 Wh Energieinhalt (innen dürften 4× 18650er Rundzellen verbaut sein). Das Akkupack kann man auch einzeln nachkaufen, die Lampe dagegen gibt es nur im Set mit Akku.

Verbunden werden Lampe und Akkupack mit einem Rundstecker, der gut gegen Feuchtigkeit abgedichtet ist. Die Kabellänge beträgt ca. 100 cm am Scheinwerfer und nochmal 30 cm am Akku. Das hat sich in der Praxis als unpraktisch lang erwiesen. Ein wesentlich kürzeres Kabel und ggf. ein mitgeliefertes Verlängerungsstück wäre hier sinnvoller gewesen.

Das Akkupack hat einen USB-C Ladeanschluss. Über diesen kann es auch einigermaßen zügig per USB-PD geladen werden. Ein Laden im Betrieb ist nicht möglich, der Akku schaltet dann den Ausgang ab.

Der Akku wird mit einem Klettband am Rahmen befestigt.

Befestigt wird die Lampe mit einem Alu-Halter am Lenker. Hinten an der Lampe befinden sich Gopro-Stege. Der Halter wird an Lampe und Lenker festgeschraubt. Ein einfaches Abnehmen der Lampe ist also nicht vorgesehen. Eine Montage ist an 35 mm Lenkerdurchmesser möglich, bei kleineren Lenkerdurchmessern (31,8 mm oder darüber) wird der mitgelieferte Gummiunterleger verwendet.

Lichtverteilung

Hier Fotos der Ausleuchtung der Lezyne Mega HB StVZO P2600. Siehe auch Aufbau und Kameraeinstellungen. Für mehr Ausleuchtungsfotos von Akkuscheinwerfern siehe Übersicht Akkuscheinwerfer.
Die Fotos sind mit vollem Akku entstanden.

Zunächst das Abblendlicht:

Lezyne Mega HB StVZO P2600 kaufen:

Das Abblendlicht leuchtet schön breit aus. Gerade in Kurven hat man hier Vorteile. Die Fernsicht ist leider nur mittelmäßig. Sehr viel Licht wird auf den vorderen Bereich konzentriert, im Fernbereich nimmt die Beleuchtungsstärke dann relativ stark ab.
Generell ist die 1000 Lumen Stufe des Abblendlichts fast unnötig hell.

Hier das Abblendlicht im Eco-Modus (500 Lumen). Dieses hat mir eigentlich vollkommen ausgereicht. Auch diese Stufe ist immer noch ordentlich hell.

Hier das Fernlicht:

Das Fernlicht leuchtet stark gestreut nach vorn – extrem weit nach oben und und zur Seite. Mit dieser Charakteristik ist es vor allem im Offroad-Bereich optimal geeignet. Auch für den Straßeneinsatz ist es definitiv nicht schlecht, aber hier würde ich das nicht ganz so breit streuende Fernlicht der ansonsten ähnlichen Lezyne Super HB StVZO P1350+ bevorzugen.

Im Blast-Mode leuchtet zu den Fernlicht-LEDs zusätzlich das Abblendlicht mit, was zu einer sehr hohen Helligkeit im vorderen Bereich führt, die eigentlich unnötig hoch ist.

Hier das Fernlicht im Economy-Mode:

In diesem Modus stehen nur 1500 statt 2600 Lumen zur Verfügung. Trotzdem hat sich das Economy-Fernlicht in meinem Praxistest als kaum schlechter erwiesen. Die Fernlicht-LEDs leuchten nur wenig schwächer, das Abblendlicht bleibt aus – durch die Fernlicht-LEDs landet auch vorn noch mehr als ausreichend Licht, der Nahbereich ist aber nicht so stark überblendet. So erreicht man mit weniger Licht und entsprechend längerer Akkulaufzeit (ca. 4 statt 2 Stunden) fast den gleichen Effekt.

Lichtstrom in Lumen und Leuchtdauer

Der Lichtstrom gemessen in Lumen gibt an, wie viel Licht eine Lampe insgesamt erzeugt.

Den Lumenwert der P2600 habe ich mit meiner selbstgebauten Ulbrichtkugel im Zeitverlauf gemessen.

Bei der Einschätzung der Messergebnisse sollte man beachten, dass dies kein kalibriertes Messgerät ist. Die Messergebnisse sollten daher einigermaßen mit Vorsicht betrachtet werden. Zumindest eine grobe Einordnung und Vergleich mit anderen Lampen ist damit aber in jedem Fall möglich.

Hier die gemessenen Lumenwerte im Zeitverlauf.

Lezyne Mega HB StVZO P2600 - Laufzeitdiagramm

Im Gegensatz zu vielen anderen Lampen von Lezyne, bei denen die Leuchtkraft bei sich leerendem Akku deutlich abnimmt, ist der Lumenwert bei der Mega P2600 schön konstant. Im Fernlicht fällt der Wert am Anfang leicht, die Lampe regelt die Leistung wegen zu hoher Temperatur leicht nach unten. Die Lampe war während der Messung mit einem Lüfter gekühlt, aber möglicherweise ist die Kühlung während der Fahrt noch besser. Aber die sich hier zeigende Helligkeitsreduzierung ist so gering, dass man sie nicht bemerken wird.

Generell sind meine gemessenen Werte sehr nah an der Herstellerangabe (Abblendlicht 500/1000 Lumen, Fernlicht 1500/2600 Lumen, Tagfahrlicht 550 Lumen). Die Herstellerangaben zur Laufzeit liegen ebenfalls nah an der Herstellerangabe.

Was mir bei der P2600 fehlt: eine schwächere Leuchtstufe für das Abblendlicht und am besten auch für das Fernlicht. Auch eine Leuchtstufe mit weniger als 500 Lumen wäre für viele Zwecke noch ausreichend – und sehr lange Laufzeiten für lange Touren, wären manchmal praktisch. Vor allem das Tagfahrlicht dürfte gerne deutlich schwächer mit entsprechend längerer Laufzeit sein.
Auch eine schwächere Fernlichtstufe macht aber absolut Sinn. Ein Fernlicht ist nicht unbedingt nur dazu da, besonders hell zu sein – sondern es verbessert auch die Sicht durch eine andere Lichtverteilung. Die 4 Stunden des Fernlichts können bei langen Nachttouren durchaus knapp werden, weshalb eine schwächere Stufe durchaus praktisch wäre.

Beleuchtungsstärke in Lux

Gemessen habe ich auch die Beleuchtungsstärke gemessen in Lux der Mega HB StVZO P2600. Bei Fahrradbeleuchtung beschreibt dieser Wert die Helligkeit des hellsten Punktes im Lichtkegel, gemessen in 10 Meter Entfernung, senkrecht zur Fahrbahn. Der Lux-Wert hat vor allem eine Relevanz dafür, wie gut die Fernsicht mit einer Lampe ist. Denn dafür ist nicht nur viel Licht notwendig, sondern der Lichtkegel muss auch stark gebündelt sein, damit in der Ferne noch eine ausreichend hohe Beleuchtungsstärke realisiert wird.

Die Messung wurde mit vollem Akku, ca. 30 Sekunden nach dem Einschalten durchgeführt.

In der Tabelle die Messergebnisse. Herstellerangaben gibt es zur Beleuchtungsstärke nicht.

Beleuchtungsstärke
Abblendlicht Eco 42 lx
Abblendlicht Blast 77 lx
Fernlicht Eco 64 lx
Fernlicht Blast 131 lx

Die erreichten Werte sind gemessen an dem hohen Lichtstrom, den die Lampe erzeugt, eher niedrig. Das unterstreicht die Ergebnisse aus dem Praxistest: die Fernsicht mit der P600 ist nur mittelmäßig.

Testfazit

Die Lezyne Mega HB StVZO P2600 überzeugt vor allem mit einer breiten und hellen Ausleuchtung. Besonders in Kurven spielt das Lichtbild seine Stärken aus, während die Fernsicht aufgrund der vergleichsweise geringen Lux-Werte nur mittelmäßig ist. Das Fernlicht ist ordentlich stark, streut stark in die Breite und nach oben und ist damit optimal für den Offroad- Einsatz geeignet.
Die Laufzeit ist durch das externe Akkupack recht hoch – eine Sparstufe mit extremer Laufzeit fehlt aber.

Lezyne Mega HB StVZO P2600 kaufen:


Hier ein Video zur Lezyne Mega HB StVZO P2600 auf meinem Youtube-Kanal:


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