Was ist die hellste Fahrradlampe?

25. November 2012

Dank LED-Technik wird Fahrradbeleuchtung immer heller. Aber welche ist die hellste Fahrradlampe? Für alle, denen selbst das hellste Fahrradlicht nicht hell genug sein kann, eine kleine Zusammenstellung extrem heller Fahrradbeleuchtung.

Übrigens: die bei vielen Fahrradlampen angegebene Lux-Zahl gibt nur die Helligkeit des Scheinwerfers im Zentrum des Lichtkegels in 10 Meter Entfernung an. Wie viel Licht eine Lampe erzeugt, darüber macht diese Zahl keine Aussage. Der Zusammenhang hohe Lux-Zahl = hell gilt daher wenn überhaupt nur sehr eingeschränkt.

Siehe auch:

helle Dynamo-Scheinwerfer

Im Bereich der Dynamo-Scheinwerfer ist die Helligkeit von Fahrradlampen natürlich stark begrenzt, ganz einfach weil ein gängiger Nabendynamo nur eine Nennleistung von 3 Watt liefert.
Trotzdem haben Dynamoscheinwerfer aber einen entscheidenden Vorteil: kein Akku der leer werden kann, man hat so lange Licht, wie man fährt.

Derzeit der vermutliche Helligkeitssieger im Bereich Dynamolampen ist die Supernova E3 Triple. Allerdings sollte man beachten, dass diese Fahrradlampe nicht im Straßenverkehr zugelassen ist. Die E3 Triple strahlt das Licht nämlich in alle Richtungen ab und blendet damit den Gegenverkehr. Auch kommt so nur ein kleiner Teil des Lichtes auf der Straße an, was sie im Onroad-Einsatz nur bedingt tauglich macht. Für den Offroad-Bereich ist so eine Rundumabstrahlung aber optimal. Bezugsquellen:

Bei anderen Dynamolampen gibt es eine Ganze Reihe, die eine vergleichsweise hohe Lichtausbeute bringen:

Modell Bezugsquellen Bemerkung
Supernova E3 Pro 2 Straßenversion der E3 Triple
SON Edelux II
Busch & Müller IQ-X
Busch & Müller Cyo Premium mittelpreisige Lampe mit hoher Lichtausbeute

helle Akkulampen mit Straßenzulassung

Akkubetriebene Fahrradscheinwerfer können potentiell heller sein als Dynamoscheinwerfer, was aber nur auf teure und hochwertige Modelle zutrifft. Und natürlich auch nur so lange, bis der Akku leer ist. Fahrradscheinwerfer die auch im öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind, dürfen das Licht nur auf die Straße werfen, müssen also abgeblendet sein. So wird die Blendung des Gegenverkehrs verhindert.

Hier einige helle Akkulampen, die im Straßenverkehr zugelassen sind und die bezüglich Helligkeit zur Top-Kategorie gehören:

Modell Bezugsquellen Bemerkung
Osram FX70 mit externem Li-Ion-Akku
Trelock LS 950 Ion mit Li-ion-Akku
Busch & Müller Ixon IQ Premium mit Standard-Akkus (AA/Mignon)

helle Offroad-Akkulampen

Verlässt man den Bereich der straßenzugelassenen Fahrradlampen, stößt man in ganz andere Helligkeitsbereiche vor. Die Hersteller überbieten sich immer wieder mit noch höheren Lumen-Angaben. Es ist auch vergleichsweise einfach eine sehr helle Lampe zu bauen. Helle LEDs sind nicht teuer, Akkus auch nicht. Noch eine billige Elektronik und ein billiges Gehäuse dazu und schon hat man eine helle Lampe. Die Herausforderungen liegen an anderen Stellen: eine gute LED-Kühlung um auch eine brauchbare Lebensdauer zu erreichen, stabile Gehäuse und eine durchdachte Halterung sind nur einige Beispiele. Man sollte sich also nicht zu sehr von der versprochenen Helligkeit einer Lampe blenden lassen…

Hell = gut?

Eines sollte man bei der Suche nach immer helleren Fahrradscheinwerfern nicht vergessen: die hellste Fahrradlampe bringt nicht viel, wenn das Licht schlecht verteilt ist. Was eine gute Lichtverteilung ist, das hängt natürlich sehr vom Einsatzzweck ab.

Für die Straße, ist tendenziell eine StVZO-Leuchte am besten geeignet. Denn das Licht will man dann auf der Straße haben und nicht irgendwo im Himmel.

Für den Offroad-Bereich ist eine Rundumabstrahlung dagegen besser. So sieht man auch tief hängende Äste u.ä. Aber was ist besser, ein sehr weitreichender Lichtkegel oder ein kürzerer dafür aber sehr breiter? Je nach Fahrgewohnheiten ist die Antwort darauf unterschiedlich.

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Kommentare [5]

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— Bastel · 16. April 2019, 12:17 · #

Hallo, Hirn, ich stimme Dir voll zu. Was die Motorisierten an Lichtwahnsinnn bieten, ist irre. Voll aufgrdreht ! Z.. B. mit einer gut bündelnden Stirnlampe mit 500 Lm und Leuchtweite 300 – 400 m bin ich immer unterwegs. Bringt jeden Nightbreaker-Vierlampen-Schwanzersatzautofahrer zur Räson und zum Tritt auf die Bremse. Der Betreiber dieser Webseite sollte zum Vergleich mal Messungen an ein paar Autoscheinwerfern machen. Mancher blenden selbst, wenn man seitlich am Auto steht. Licht läßt das Auto aggressiver aussehen – Audi, BMW (womit ich die m. E. aufdringlichsten Lichtpenetrierer nannte) und Co. wissen das. Es ist unbegreiflich, was an Lichtaus – und aufrüstung an Autos erlaubt ist, selbst im Ort, wo man mit Standlicht fahren könnte, und dann soll man am Radl mit einer 2,4 Watt / 10 Lux-Funzel umweltfreundlich unterwegs sein. Wenn ich manchmal abdens einen Hang hochging, warfen die 4 km entfernten Autokutscher auf der Autobahn im Tal noch meinen Schatten auf den Hang. So einen Bremsweg hat nicht mal ein vollbeladener A 380. Und wenn die Diesel- und Benzinknatterkistenpiloten am Steuer noch aufs Handy glotzen, dann hilft nicht mal mehr ein Flutlicht am Rad. Es hilft nur eins: Sprit muß das Dreifache kosten.
(Bitte den vorherigen Beitrag von mir löschen. Der ist anscheinend schon online.)

— Hirn · 12. April 2019, 05:31 · #

Hell ist gut, noch heller ist besser, mit den E-Bikes und Pedelecs wird das Licht-Angebot auf den Radwegen auch immer größer, Auch Autos haben immer helleres Licht und blenden eigentlich immer, also hilft nur zurückblenden. Meine Leuchte am Radel schafft 2400 Lumen, je schneller man fährt umso mehr Licht braucht man, ich fahre täglich 50 km zur Arbeit (eine Strecke) bei jedem Wetter, im Winter ist kaum jemand auf der Strecke und wenn dann blendet der meist auch, also Helm soweit senken dass der blendende Lichtkegel nicht in den eigenen Visus fällt, und schon ist man vorbei. Selbst Schuld wer sich blenden läßt, das sind meist die Wenigfahrer ohne Helm….und Hirn….
Also fröhliches blenden, dann geht’s dem Radler blendend

— Truong · 9. April 2019, 14:53 · #

Verstehe das Rumgemeckere bezüglich heller Fahrradlichter nicht. Dass es für den Fahrradfahrer sicherer ist, je heller das Licht ist, sollte einleuchtend sein. Im schlimmsten Fall bremst man halt als Autofahrer etwas ab, für den Fahrradfahrer bedeutet zu schwaches Licht im schlimmsten Fall den Tod.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass auch blinkendes Frontlicht bei Fahrrädern (Strobe), wesentlich zur Unfallreduzierung beiträgt.

— Tom · 26. März 2018, 21:28 · #

Ich fahre inzwischen Abends in der Stadt nicht mehr mit dem Fahrrad, weil die entgegenkommenden Fahrradlichter so unfassbar hell geworden sind, dass man nichts anderes mehr sieht und brutal geblendet wird. Dieser Trend zu immer krasseren Fahrradlichtern ist unsäglich und gehört verboten.

— Aixe7 · 5. Januar 2018, 22:05 · #

Mir ist schleierhaft, warum derart helles Licht so in Mode ist. Gut die Hälfte aller Radfahrer ist nicht fähig das Licht auf die Straße zu richten. Wie auch bei Autos ist stark gebündeltes und helles Licht eine große Gefahr im Straßenverkehr, da Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Im Alter steigt die Lichtempfindlichkeit – auch deshalb ist dieser Trend fraglich. Nervig ist es obendrein, vor allem, wenn es blinkt.