Testbericht: Sigma Sport Roadster

26. Oktober 2014


Sigma Sport Roadster

Preis: ab ca. 16 €
Beleuchtungsstärke: 16 Lux
Stromquelle: 2x AA Batterien oder Akkus
Leuchtdauer: 10 Stunden (gemessen)
Gewicht: ca. 137 g mit Akkus und Halter, 90 g ohne Akkus
StVZO-Zulassung: ja

Kaufen bei:

+ relativ klein und leicht
+ sehr günstiger Preis
+ gute Halterung
+ gleichmäßige Lichtverteilung
Lichtstärke eher schwach, ok für die Stadt und als Notlampe
von der Seite schlecht sichtbar

Lieferumfang

Die Sigma Sport Roadster wird mit Halter und den zwei nötigen AA-Batterien geliefert. Eine knappe Bedienungsanleitung mit den notwendigen Hinweisen ist auch dabei.

Verarbeitung und Bedienung

Das Gehäuse der Roadster besteht aus Plastik, an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Durch nur 2 AA-Akkus ist die Lampe relativ handlich.

Schalter

Der Druckschalter oben auf der Roadster schaltet die Lampe mit einem kurzen Druck ein und wieder aus. So richtig gelungen finde ich den Schalter nicht. Er betätigt über einen Mechanismus einen Taster im inneren der Lampe, wodurch er etwas schwergängig ist. Ist allerdings kein dramatischer Nachteil, funktionieren tut er.

Batteriefach

Zum Wechseln der Batterien/Akkus kann der Kopfteil der Sigma Sport Roadster abgedreht werden. Eine recht gute Lösung, die besser funktioniert als bei dem ein oder anderen Konkurrenzprodukt.

Eine Ladebuchse hat die Roadster nicht, Akkus müssen zum Laden also immer entnommen werden.

Halterung

Die Halterung der Roadster ist die gleiche, die Sigma Sport auch bei seinen anderen Lampenmodellen einsetzt. Und diese ist nach wie vor mein Favourit, verglichen mit den Lampenhalterungen anderer Hersteller. Sie ist werkzeugfrei mit einem Handgriff am Lenker angebracht und hält sehr gut. Die Lampe nimmt man dann entweder mitsamt der Halterung vom Lenker ab, oder zieht die Lampe vom Halter und belässt den Halter am Lenker. Zweites hat natürlich den Vorteil, dass man den Neigungswinkel nicht jedes mal neu einstellen muss.

Auch drehen lässt sich der obere Teil der Halterung etwas, so dass die Roadster auch an nicht geraden Lenkern eingesetzt werden kann (dazu zwei Schrauben unter der Gummieinlage lockern).

Beurteilung der Ausleuchtung

Hier ein Foto der Ausleuchtung der Sigma Sport Roadster (für mehr Ausleuchtungsfotos von Akkuscheinwerfern siehe Übersicht Akkuscheinwerfer):

(Siehe auch Aufbau, Kameraeinstellungen etc. und Interpretation von Lichtvergleichsfotos)

Der Lichtkegel ist insgesamt recht klein und schmal. Im Nahbereich bis 5 m hat man nur wenig Licht, wenn man die Lampe so hoch einstellt, dass man einigermaßen weit sieht. Bis rund 20 m kann man einigermaßen sehen bei entsprechender Einstellung. Für Strecken in die Stadt mit Straßenbeleuchtung ist das völlig ok, hier braucht man eine Lampe ohnehin nur um gesehen zu werden. Für andere Strecken ist die Roadster nur bedingt geeignet. So richtig Freude kommt dabei nicht auf, also nur geeignet als Notlampe oder für den sehr sporadischen Einsatz.

Hervorheben kann man aber immerhin die recht gleichmäßige Lichtverteilung der Roadster. Auch dass die Ränder des Lichtkegels wenig scharf abgegrenzt sind (auf dem Foto nicht wirklich zu erkennen) ist angenehmer als ein sehr scharf abgegrenzter Lichtkegel.

Ein kleiner Minuspunkt ist leider noch die fehlende seitliche Sichtbarkeit. Von der Seite ist die Roadster leider garnicht zu sehen.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit habe ich wie immer mit Eneloops (2000 mAh) getestet.

Nach ziemlich genau 10 Stunden begann die rote Akkuwarnleuchte zu leuchten. Danach leuchtete die Roadster noch weiter, allerdings mit recht schell nachlassender Helligkeit.
Damit erreicht die Roadster die Herstellerangaben, mit Akkus höherer Kapazität wäre sogar noch ein Stück mehr drin.

Fazit

Die Sigma Sport Roadster ist eine sehr günstige und kompakte Fahrradlampe. Allerdings ist die Lichtstärke relativ schwach. Für die Stadt braucht man nicht mehr, aber auf unbeleuchteten Straßen kann man mit der Roadster zwar fahren, so richtig Freude kommt dabei aber nicht auf.

Wer öfter außerhalb unbeleuchteter Wege unterwegs ist könnte stattdessen beispielsweise zur Sigma Sport Lightster greifen, die zwar etwas schwerer ist, aber nur unwesentlich teurer und mit deutlich besserer Lichtstärke.

Bezugsquellen
Sigma Sport Roadster Amazon, eBay, Bike24, Rose

Empfohlene Akkus:

Eneloops zeichnen sich durch geringe Selbstentladung (auch nach 1 Jahr Lagerung noch nahezu voll) aus. Während die klassischen Eneloops extrem robust sind und eine sehr hohe Lebensdauer haben, sind die Eneloop Pro (früher XX) auf sehr hohe Kapazität getrimmt, überleben dafür aber weniger Zyklen.

Bezugsquellen
Eneloop 2000 mAh typ, 1900 mAh min Amazon, eBay
Eneloop Pro 2550 mAh typ, 2450 mAh min Amazon, eBay

weitere Testberichte...

findest du verlinkt auf den Übersichtsseiten: Sowie in der Übersicht zu Tests von Fahrradbeleuchtung.

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