Testbericht: Sigma Sport Pava

25. September 2013

Sigma Sport Pava

Preis: ca. 40 € (ohne Akkus und Ladegerät)
Beleuchtungsstärke: 25 Lux
Stromquelle: 4 AA Batterien oder Akkus
Leuchtdauer: 5:15 h (gedimmt 11:30 h), jeweils gemessen
Gewicht: Lampe incl. Akkus und Halter: 222 g; ohne Akkus: 107 g
StVZO: zugelassen

Kaufen bei:

+ gut verarbeitetes und stabiles Gehäuse
+ sehr kompakt, kleiner ist mit 4 AA-Akkus kaum möglich
o Lichtstärke für den Preis in Ordnung, wenn auch nicht überragend
o Lichtkegel eher schmal, aber dafür konzentriert
─ zu viel Licht im Nahbereich, Sicht Fernbereich nicht optimal

Verpackung und Lieferumfang

Die Sigma Sport Pava wird in einer eher großen Box für die recht kleine Lampe darin geliefert. Auch eine kleine Bedienungsanleitung ist in der Box enthalten, weiteres Zubehör jedoch nicht. Die Bedienungsanleitung ist in Ordnung. Alle Funktionen werden mit Zeichnungen erklärt, die recht gut verständlich sind.

Erhältlich sind allerdings auch Sets mit Akkus und Ladegerät, ich habe jedoch nur den puren Scheinwerfer gekauft.

Verarbeitung, Bedienung und Montage

Die Sigma Sport Pava besteht aus einem Plastikgehäuse mit “Rubber-Touch-Oberfläche”, fasst sich angenehm an und wirkt recht edel. Das Gehäuse ist kompakt, der hintere Teil ist nur wenig größer als die vier darin liegenden AA-Batterien. Der Lampenkopf ist zum Wechseln der Batterien abschraubbar. Vorn im Lampenkopf befindet sich die LED, sowie eine Linse, die das Licht bündelt.
Alles in allem wirkt die Lampe recht stabil, was auch meine Erfahrungen bestätigen.

Unten am Lampenkopf befindet sich ein mit einer Gummiabdeckung versehener Anschluss, über den mit einem passenden Ladegerät die Akkus geladen werden können, ohne diese zu entnehmen.

Oben an der Lampe ist ein Taster angebracht. Zum Einschalten muss dieser zweimal kurz hintereinander gedrückt werden, was ein guter Schutz gegen versehentliches Einschalten ist. Zum Wechseln zwischen voller und halber Lichtleistung muss der Taster dann jeweils einmal gedrückt werden. Das Ausschalten erfolgt über ein langes Drücken des Tasters.
In den Taster ist auch eine LED zur Batteriestandsanzeige integriert. Bei teilweise entleerter Batterie leuchtet diese grün, bei bald leerer Batterie schließlich rot.

Die Halterung der Pava ist fest mit der Lampe verbunden und wird werkzeuglos am Lenker befestigt. Ein Abnehmen der Lampe ist so mit einem Handgriff möglich. Durch den fest verbundenen und leicht zu öffnenden Halter ist die Lampe auch gut geeignet, um sie an mehreren Fahrrädern einzusetzen, ohne dass man sich für jedes einen separaten Halter kaufen muss.
Ein Verrutschen des Halters wird durch Einlagen aus Gummi verhindert. Auch seitlich etwas drehen lässt sich die Pava auf dem Halter übrigens. Dazu müssen zwei Schrauben etwas gelockert werden (Gummieinlage seitlich etwas anheben).

Praxiseinsatz

Helligkeit und Lichtverteilung

Der Lichtkegel der Sigma Sport Pava ist eher konzentriert und weniger breit. Sehr viel Licht – in meinen Augen eindeutig zu viel – ist auf den Nahbereich konzentriert, der ab etwa 2-3m vor dem Rad ausgeleuchtet ist. Die Fernsicht leidet darunter etwas.

Zur besseren Einschätzung der Vergleich mit einigen weiteren Scheinwerfern:

Die Sigma Lightster hat einen etwas breiteren Lichtkegel, der aber insgesamt deutlich weniger hell ausgeleuchtet ist. Der Unterschied ist hier deutlich größer, als der Unterschied von 20 zu 25 Lux vermuten lässt.

Die Busch & Müller Ixon IQ leuchtet merklich breiter aus als die Pava und insbesondere die Fernsicht finde ich besser. Kein Quantensprung, aber in meinen Augen der Pava doch überlegen.

Die Philips SafeRide 80 spielt dagegen in einer anderen Liga. Sowohl Breite der Ausleuchtung als auch Helligkeit sind deutlich höher.

Insgesamt würde ich die Lichtstärke der Sigma Sport Pava als alltagstauglich bezeichnen. Für gelegentliche Nachttouren, auch mal auf Feld- oder Waldwegen ist sie geeignet. Sie ist mehr als eine Notlampe, aber auch keine Offenbarung, was ihre Lichtstärke angeht.

Akkulaufzeit

In der Bedienungsanleitung der Pava ist eine Akkulaufzeit von 5 Stunden im High-Power-Mode und 10 Stunden im Low-Power-Mode angegeben, wobei in dieser Zeit die volle Helligkeit zur Verfügung stehen soll um danach geringer zu werden. Auf der Herstellerseite ist dagegen eine “Leuchtdauer von bis zu 40 h” angegeben. Auch wenn hier der gedimmte Modus gemeint sein dürfte und die Zeit nachlassender Helligkeit wohl eingeschlossen ist, scheint das doch recht viel.

Um herauszufinden, was nun wirklich stimmt, habe ich die Zeit gemessen. Verwendet wurden dabei Eneloops mit einer Minimalkapazität von 1900 mAh.

Ergebnis: im High-Power-Mode leuchtet die Pava etwa 5:15 Stunden, bis die rote LED ein beginnendes Nachlassen der Helligkeit signalisiert. Nach einer weiteren Stunde war noch immer Licht vorhanden, allerdings mit merklich verringerter Intensität. Im Low-Power-Modus leuchtete nach 11:30 Stunden die rote LED, hier sind danach noch einige weitere Stunden mit nachlassender Helligkeit drin.

Alles in allem scheinen also die angegebenen 5/10 Stunden eine realistische, wenn auch eher konservative Angabe zu sein.

Befestigung

Zur Praxistauglichkeit der Befestigung (grundsätzliches siehe oben) nur ganz kurz: die Lampe sitzt fest am Lenker und es gab keine Probleme.
Das Abnehmen der Lampe funktionierte, war allerdings manchmal etwas schwieriger als erwartet und klappte nicht immer auf Anhieb.

Zusammenfassung und Fazit

Insgesamt bietet die Sigma Sport Pava gemessen an ihrem Preis ein gutes Gesamtpaket.

Die Lichtverteilung ist zwar nicht perfekt und auch eine bessere Lichtstärke bekommt man anderswo für wenig mehr Geld (z.B. Ixon IQ). Auf der anderen Seite bietet die Pava aber ein sehr kompaktes und stabiles Gehäuse, mit dem andere Lampen in diesem Preisbereich wiederum nicht mithalten können.

Alles in allem also empfehlenswert für jemanden, der stabilen und unproblematischen Akkuscheinwerfer sucht, der aber schon deutlich mehr ist, als nur eine Lampe für den Notfall.

Bezugsquellen
Sigma Sport Pava Amazon, eBay

Empfohlene Akkus:

Eneloops zeichnen sich durch geringe Selbstentladung (auch nach 1 Jahr Lagerung noch nahezu voll) aus. Während die klassischen Eneloops extrem robust sind und eine sehr hohe Lebensdauer haben, sind die Eneloop Pro (früher XX) auf sehr hohe Kapazität getrimmt, überleben dafür aber weniger Zyklen. Siehe auch Test AA/Mignon Akkus.

Bezugsquellen
Eneloop 2000 mAh typ, 1900 mAh min Amazon, eBay
Eneloop Pro 2550 mAh typ, 2450 mAh min Amazon, eBay

weitere Testberichte...

findest du verlinkt auf den Übersichtsseiten: Sowie in der Übersicht zu Tests von Fahrradbeleuchtung.

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